20.02.2019 - 14:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Jerome Wessely aus Weiden will sich für "Ninja Warrior" qualifizieren

Jerome Wessely fühlt sich topfit. Diesen Freitag will sich der Weidener für die RTL-Show "Ninja Warrior Germany" qualifizieren. Der 27-Jährige schätzt seine Chancen als gut ein.

Jerome Wessely bei einer Hangelübung im "Warriors Luck" in Erlangen.
von Stefan NeidlProfil

Wessely schlug nach der Schule die Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr in München ein. Nach dem Ausscheiden betrieb er die "Basement Bar" in der Postgasse. In der Stadt ist er kein Unbekannter. Demnächst möchte er ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre beginnen.

Sportbegeistert war Wessely schon immer: Er spielte Basketball im Verein, seit Jahren trainiert er ein bis zwei Mal die Woche in einem Weidener Fitnessstudio. Der Gedanke, bei "Ninja Warrior Germany" teilzunehmen, entstand Anfang 2018. Beim Verfolgen der Show wunderten sich er und ein Freund: "So schwer kann das doch nicht sein..." Die Idee war geboren: Er will teilnehmen. Wessely weitet sein Training aus, geht jeden zweiten Tag ins Studio. "Nur für mich selbst zu trainieren, verlor seinen Reiz. Ein konkretes Ziel zu haben, spornte mich richtig an", erklärt er.

Im Laufe des Jahres wird seine Vorbereitung professioneller: Vom klassischem Hanteltraining steigt er auf "Cross Fit" um. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht erhalten seine Beweglichkeit, und er baut keine unnötige Muskelmasse auf. Einmal die Woche besucht er die "Warriors Luck"-Trainingshalle in Erlangen. Dort ist ein Parcours ähnlich dem der TV-Show aufgebaut. Außerdem kann er sich mit Gleichgesinnten messen und so seine eigene Form einschätzen. "Viele dort haben schon einmal teilgenommen und konnten mir Tipps geben", erzählt der 1,76 Meter große Athlet. Alkohol ist derzeit tabu, seine Ernährung hat er komplett umgestellt. Das Gewicht hat er von 83 auf 77 Kilogramm reduziert.

Sein Training hat sich bezahlt gemacht: Hangeln, Springen, Klettern - alles läuft flüssiger als zu Beginn der Vorbereitung. Die einzige Schwäche: die viereinhalb Meter hohe Wand hochlaufen. Aber vor dieser Hürde würde er erst in einer TV-Übertragung stehen. Im Vergleich mit anderen Teilnehmern aus der "Warriors Luck" schätzt er sich selbst im oberen Drittel ein. "Das wird eine spannende Kiste. Ich geh offen rein und will sehen, wozu mein Körper bereit ist", meint der Kandidat.

Am Freitag reisen er und Hunderte weitere Bewerber nach München. Wessely weiß nicht, welche Herausforderungen ihn dort erwarten. Unterstützer und Handys sind verboten - es soll nichts nach außen dringen. Der Contest beginnt um 13.30 Uhr und dauert bis etwa 18.30 Uhr. Während dieser Zeit müssen alle in der Halle bleiben. Dazu wird von jedem ein Video-Interview gedreht. Wer dann im Sommer zu den TV-Shows eingeladen wird, erfahren die Kandidaten noch am selben Tag. Wessely weiß: "Jedes Jahr bewerben sich 13 000 bis 16 000 Menschen. In die TV-Shows kommen aber nur ein paar Hundert." Diese werden sich durch mehrere Runden kämpfen. Den Bezwingern des letzten Parcours winken 300 000 Euro.

Auch David Reis aus Amberg war bereits bei "Ninja Warrior"

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