Von Julian Trager und Alexander Pausch
Die Booster-Impfung wird nach fünf bzw. sechs Monaten empfohlen. Gilt das auch für Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren?
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt derzeit eine Booster-Impfung erst ab 18 Jahren. Allerdings sind Impfungen immer auch unabhängig von den jeweiligen Stiko-Empfehlungen möglich, sofern der Impfstoff zugelassen ist. Eine Auffrischimpfung kann in Einzelfällen bei beruflicher Indikation (zum Beispiel Tätigkeit im Seniorenheim oder Krankenhaus) auch bei Jugendlichen erwogen werden, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Betroffene und ihre Eltern sollten die Frage einer Booster-Impfung mit ihrem Arzt besprechen, sagt Kinderarzt Guido Judex aus Regensburg. Es könnten durchaus individuelle Risikofaktoren geben, die für eine Booster-Impfung sprechen. Generell empfiehlt der Mediziner, noch ein paar Wochen zu warten, bis Daten vorliegen.
Ist man als Genesener mit zwei Impfungen danach schon geboostert?
Ja. Für Genesene gilt die zweite Impfung als Booster. "Personen, die eine Sars-Cov-2-Infektion durchgemacht und danach eine Impfstoffdosis erhalten haben, sollen in der Regel sechs Monate nach der vorangegangenen Impfung eine Auffrischimpfung erhalten", schreibt das RKI auf seiner Homepage. Das gelte auch für Personen, die nach einer Impfung – unabhängig von der Anzahl der Dosen – eine Corona-Infektion durchgemacht haben.
Werden Fälle in Altenheimen auch in die offizielle Statistik aufgenommen?
„Selbstverständlich“, erklärt Hans Prechtl, Pressesprecher des Landratsamts Schwandorf.
Vorige Woche hieß es, dass alleine im Altenheim Oberviechtach 35 Bewohner und 20 Mitarbeiter betroffen waren. Aber in der 7-Tage-Statistik der Stadt Oberviechtach standen nie mehr Fälle als 39. Wie kann das sein?
Das hat mehrere Gründe, sagt Prechtl. Zum einen leben nicht alle Beschäftigte des Altenheims in Oberviechtach, bei der Corona-Statistik zählt immer der Wohnort. Zum anderen verteilen sich die Zahlen eines Corona-Ausbruchs in einem Heim auf mehrere Wochen. Die Infizierten würden dabei aufaddiert, bis der Ausbruch offiziell als beendet gilt. "Das kann drei bis vier Wochen dauern", sagt Prechtl. Hört oder liest man also von einem Ausbruch mit 30 Betroffenen, so können sich die Infektionen über mehrere Wochen gezogen haben.
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