Weiden in der Oberpfalz
08.07.2019 - 10:50 Uhr

KAB Weiden: Seenotrettung von Flüchtlingen unterstützen

Gleich mehrere humanitäre Verbesserungen fordert der KAB-Kreisverband Weiden beim Diözesantag in Regensburg. Das Sterben von Flüchlingen im Mittelmeer müsse ein Ende haben. Auch Kinderarmut stand auf der Agenda.

Die KAB Weiden mit (von links) Diözesansekretär Markus Nickl, Christa Burzer, Michael Träger, Daniela Ernstberger, Hermann Stadler, Gertrud Stadler, Britta Heger und Alfons Ernstberger beim Diözesantag. Bild: Kunz
Die KAB Weiden mit (von links) Diözesansekretär Markus Nickl, Christa Burzer, Michael Träger, Daniela Ernstberger, Hermann Stadler, Gertrud Stadler, Britta Heger und Alfons Ernstberger beim Diözesantag.

Der KAB-Kreisverband Weiden setzte sich beim Diözesantag am Samstag in Regensburg mit seinen Anträgen für Kinder, Rentner und Schiffbrüchige ein. Die Delegierten entschieden, einen der Anträge aus Weiden sogar als Resolution an die Politik weiterzuleiten. Hierin wurde der Diözesanverband Regensburg von den Weidenern eindringlich dazu aufgefordert, sich gegen das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer einzusetzen.

Sanktionen der EU-Mitgliedsstaaten gegenüber den ehrenamtlichen Seenotrettern wurden von den KAB-Mitgliedern verurteilt. Auch die Einstellung des Programms „Sophia“ wurde abgelehnt. Vielmehr machte sich die Weidener KAB für ein humanes Asylrecht stark. „Die Seenotrettung ist zu unterstützen und die Aufnahme der Flüchtlinge in der EU zu regeln.“ Die Migrationsgesetzgebung könne nicht länger national gelöst und müsse auf europäischer Ebene geregelt werden. „Dabei ist den christlichen und humanitären Wurzeln unseres Kontinents Rechnung zu tragen.“

In weiteren Anträgen forderte der KAB-Kreisverband die Einführung einer dynamischen Grundsicherung für Kinder in Höhe von anfangs monatlich 600 Euro. „Mehr als 2,5 Millionen arme Kinder haben unsere Unterstützung mehr als verdient.“

Zur Vorbeugung von Altersarmut sollte die Anrechnung von Erziehungszeiten künftig auf sechs Jahre ausgedehnt werden. Dies sei aus Steuermitteln zu finanzieren, weil Kindererziehung kein „Hobby“ der Eltern darstelle, sondern eine „elementare Vorsorge für die künftige Sicherung der Sozialsysteme.“

Ferner wurde eine Finanztransaktionssteuer auf nationaler Ebene gefordert. Die sei zur Bewältigung der dringendsten Probleme, wie die Sicherung der Renten, die Migrationsproblematik, Unterstützung von Familien und Bekämpfung der Altersarmut zu verwenden. Der Diözesanverband wurde hier aufgefordert, eine bundesweite Kampagne zu starten. Außerdem wurde die Abschaffung von Steuern auf fair gehandelte Produkte verlangt.

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