Getreu den Gesetzen ihrer aktuellen Umgebung konnte keiner raus. Sie waren ja im "Fluchthaus". Zimmer Nummer 3. Nichts für Klaustrophobe. Bis zur Rückkehr ans Tageslicht hätten sie noch einige Rätsel über einen "verschollenen Hausmeister" lösen müssen. Plötzlich fehlt einer: Ausgerechnet Fatma Ates' Begleiter. Licht aus und Koray Cayciwar weg. Wie vom Erdboden verschluckt. Schon etwas gruselig.
Der Regensburger, der bei Infinion im Bereich "Innovation Support" arbeitet, war von den beiden "Fluchthaus"-Betreibern Ufok Solakund Mustafa Uslublitzschnell ins nächste Zimmer "entführt" worden. Natürlich alles eingefädelt. Warum? Weil von langer Hand ein Heiratsantrag geplant war. Überraschung! Als das schwierige Rätsel in Zimmer Nummer 2 endlich gelöst war und sich die Tür zum nächsten öffnete, hörte die angehende Braut plötzlich ihr Lieblingslied aus dem Lautsprecher und wurde im Schlafzimmer von dem Verschwundenen mit herzförmigen Luftballons und 50 roten Rosen empfangen. "Schatz, Du bist das Beste, was mir im Leben jemals passiert ist. Willst du meine Frau werden?" Natürlich sagte sie sofort ja.
Das "Fluchthaus" in der Alten Post war nicht das erste Live-Escape-Game der beiden Verliebten. In Regensburg gebe es so etwas auch, erklärte der Bräutigam. Aber das hier in Weiden sei das Beste. Bereits vor 14 Tagen kämpfte sich das Paar mit einem Team durch die Zimmer, musste aber vor dem Ziel passen. Die Uhr war abgelaufen. Alle Rätsel müssen in 60 Minuten gelöst sein. Es war ein Testlauf.
Für Freitag plante Cayci eine Neuauflage. Nur zum Schein natürlich. Kennengelernt hatten sich die beiden übers Internet vor eineinhalb Jahren. "Es hat sofort gefunkt." Fatma Ates ist Österreicherin und arbeitet bei Dan Küchen in Linz. Nach der Hochzeit wird sie Regensburgerin.


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