16.03.2021 - 13:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kempf-Ansage an Corona: Söder, Priol und Co. unterstützen Weidenerin

Die Kunst der Überzeugung: In ihrer jüngsten Ausstellung zeigt Susanne Kempf Argumente – für die Impfung gegen das Coronavirus. Dafür hat sie ihre Beziehungen mächtig spielen lassen.

Peter Wittmann vom "Ballhausorchester" ist eine der vielen Persönlichkeiten, die ein Plädoyer fürs Impfen halten.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Mit dem Organisieren von Ausstellungen hat Susanne Kempf Erfahrung. Bereits seit 2008 kuratiert die Weidenerin regelmäßig Werkschauen von Künstlern, die wie sie an Multipler Sklerose leiden. Und auch ihre eigenen Gemälde sind stets Teil davon. Titel der vielbeachteten Reihe: "Denken, Fühlen, Malen". Corona zwang zum Umdenken: Im März 2020 musste die jüngste Ausgabe der Werkschau umziehen – vom Alten Schulhaus in den virtuellen Ausstellungsraum des Internets. Eben dort präsentiert Kempf nun auch ihre jüngste Ausstellung: "Voilà! Ärmel hoch!" Eine Kampfansage ans Virus – mit viel prominenter Unterstützung.

Susanne Kempfs Sonderausstellung

Den Auftakt macht gleich mal Ministerpräsident Markus Söder mit einem Grußwort. "Dass die medizinische Forschung einen Impfstoff so schnell entwickeln konnte, ist für uns alle ein Glücksfall", ist da zu lesen. "Es gibt keine bessere Prävention gegen das Virus." Im folgenden etwa sechsminütigen Film wirbt eine Persönlichkeit nach der anderen für die Impfung. Nicht nur Künstler (was das ursprüngliche Konzept war), sondern auch Mediziner, Politiker, Unternehmer oder Lehrer wie Natia Aslamazashvili: "Ich lasse mich gegen Covid-19 impfen, weil uns die Impfung ein Leben in Normalität ermöglichen wird." Der bekannte Kabarettist Urban Priol reimt: "Stets parat, zu jeder Zeit, bin ich gerne impfbereit."

Da hat Susanne Kempf ganz schön ihre Beziehungen spielen lassen. Auf die Idee brachte sie kein geringerer als der bayerische Ministerpräsident. Als er sich auch von Künstlern ein Engagement für die Impfung wünschte, fühlte sich die Weidenerin "unmittelbar angesprochen", wie sie erklärt. Die Idee der kombinierten Ausstellung von Art und Argumenten brachte sie Künstlern aus ganz Bayern näher. Sie schickten Werke, die Kempf in Landschaftsfotos von Walter Pilsak (Waldsassen) einbaute. Alles garniert mit Statements zur Corona-Impfung. Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger unterstützte das Unterfangen, gewann Söder sowie die Minister Albert Füracker und Bernd Sibler für Grußworte. Derweil holte Susanne Kempf selbst Zitate von weiteren Persönlichkeiten ein – unter anderem Äbtissin Laetita Fech (Zisterzienser-Abtei Waldsassen), Arzt und Sänger Peter Wittmann (Ballhausorchester), Christoph René Holler (Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes für keramische Industrie), Krimiautor Peter A. Mader sowie Musiker und Komponist Klaus Wolf, der auch die Musik zum Video beisteuerte.

Die Impfzentren sind eröffnet

Pressath

Mission erstmal erfüllt. "Entstanden ist ein bunter Film, der deutlich macht, dass die Zustimmung zur Impfung von vielen Persönlichkeiten getragen wird", bemerkt die Organisatorin. Das Video solle jetzt auf möglichst vielen Plattformen laufen, "damit er viele Menschen erreicht und zur Impfmotivation beitragen kann". Abrufbar ist es unter anderem direkt bei YouTube, im „Virtuellen Kulturraum“ der Stadt Weiden (www.weiden.de) oder gleich hier. Für die Schöpferin ist's nichts weniger als eine Herzensangelegenheit. Ihr eigenes Plädoyer für die Impfung: "Ich will mir keine Sorgen mehr zum die Gesundheit meiner Angehörigen und meine eigene machen, mich wieder mit Menschen treffen können, ohne Angst. Und ich muss und will endlich wieder uneingeschränkt beruflich arbeiten können."

Organisatorin Susanne Kempf.
Grußwort des Ministerpräsidenten.
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