27.11.2019 - 18:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kepler-Gymnasium Weiden: „Eine lange Erfolgsgeschichte“

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn viele Ehemalige kommen“, sagt Ministerialbeauftragter Franz Xaver Huber bei der Festveranstaltung am Kepler-Gymnasium. „150 Jahre weiterführende Schule“ gibt es zu feiern. Zwei Schulstunden reichen nicht aus.

von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Nicht wenige der Festgäste in der geschmückten Aula schwelgen in Erinnerungen an ihre Schulzeit am Kepler-Gymnasium. Einige erlebten noch die Oberrealschule in der Luitpoldstraße. Allen gemeinsam ist, an einer geschichtsträchtigen Schule unterrichtet worden zu sein. Das hoben auch die Festredner hervor.

Start mit 17 Schülern

Georg Singer, ehemaliger Studiendirektor am Kepler, tauchte tief in die Historie ein und beleuchtete eindrucksvoll die Entwicklung von der Gewerbschule 1869 (mit 17 Schülern) über die Realschule bis zum heutigen Gymnasium. Dass es überhaupt eine weiterführende Schule in Weiden gibt, sei unter anderem dem damaligen Bürgermeister (1870-1879) Heinrich Bischoff und der Hartnäckigkeit des Weidener Magistrats zu verdanken. Ein Anliegen war Singer der Blick in die Zeit des Nationalsozialismus. Von der Gründung (als Gewerbschule) bis 1938 waren insgesamt über 100 jüdische Schüler an der Schule, die bald darauf nicht mehr zum Unterricht kommen durften. Er zitierte einige Schicksale Weidener Familien.

Den Bogen in die Zeit von heute spannte Schulleiterin Sigrid Bloch. „Der Umzug 1970 in die Friedrich-Ebert-Straße sorgte bestimmt für Aufsehen. Empfindliche Gegenstände wie Bücher oder Tierpräparate aus der Biologiesammlung trugen die Schüler durch die Stadt.“ Die Schule habe sich zu einer modernen und innovativen Bildungsstätte entwickelt, die nur ein Ziel habe: Allen Schülern das Abitur zu ermöglichen. Was das Kepler biete? Seminarschule, MINT-Excellence-Schule, Kompetenzzentrum für Begabtenförderung, internationale Schüleraustausche, Sport- und Geschichtswettbewerbe und und und. Das könne sich sehen lassen. „Ich bin stolz auf unser Kepler.“

Rüstzeug fürs Leben

Das Engagement aller Verantwortlichen, auch das der Eltern, lobte Ministerialbeauftragter Huber in seinem Grußwort. „Die Schule ist in all den Jahren jung und modern geblieben. Es werden junge Menschen gut ausgebildet, damit sie später hier in der Region bleiben können.“ Wichtig sei ihm auch, dass die Schüler das Miteinander fördern. Denn: „Die Gesellschaft läuft Gefahr, sich dem Egoismus hinzugeben. Das müssen wir verhindern.“

Das richtige Rüstzeug für sein späteres Leben hat auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß am Kepler-Gymnasium erhalten. „Ich erinnere mich gern daran“, sagte er in seinem Grußwort.

Akrobatikgruppe, Unterstufentheater und die Big-Band sorgten für ein kurzweiliges Rahmenprogramm.

150 Jahre Schulgeschichte

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