Weiden in der Oberpfalz
16.03.2026 - 12:03 Uhr

Klaus Holetschek unterstützt Benjamin Zeitler im Weidener OB-Wahlkampf

Im Endspurt des OB-Wahlkampfs erhält Benjamin Zeitler Unterstützung von Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek. Die CSU-Veranstaltung in Weiden zeigt Aufbruchstimmung. Dabei werden auch Themen wie Migration und Bürokratie diskutiert.

Prominente Unterstützung im Endspurt des OB-Wahlkampfs gab es am Sonntagnachmittag. Der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, warb bei einer Veranstaltung des CSU-Kreisverbands für Kandidat Benjamin Zeitler. Dabei platzte der Nebenraum der DJK-Gaststätte fast aus allen Nähten. Bei Weidens Christsozialen herrschte Aufbruchstimmung.

Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer erinnerte an einen intensiven Wahlkampf. Zeitler zeigte sich mit dem Resultat des ersten Wahlgangs hochzufrieden. Spätestens nach den ersten 74 Prozent aus Muglhof habe er gespürt: "Das Ding läuft gut." Gleichzeitig warnte er aber vor zu viel Selbstsicherheit: "Wir kämpfen bis zuletzt." Er nehme momentan eine positive Stimmung in der Stadt wahr. "Man merkt: Da rührt sich was", sagte Zeitler. Viele Bürger wünschten sich neue Wohngebiete, Gewerbeflächen und eine starke Wirtschaft. Für die Zeit nach der Stichwahl formulierte er ein klares Ziel: "Ab dem 22. März kämpfen wir dafür, dass Weiden wieder vorankommt."

Holetschek gratulierte zum starken Zwischenergebnis, mahnte jedoch zur Wachsamkeit. Das Amt des Oberbürgermeisters verlange Leidenschaft und Verantwortung. Holetschek gab seine Erfahrung als früherer Bürgermeister von Bad Wörishofen weiter. "Als Oberbürgermeister bist du erste Anlaufstelle. Da kann man sich nicht wegdrücken und sagen: ,Da ist jemand anders zuständig.'"

In der Fragerunde ging es unter anderem um Migration. Holetschek betonte, wer straffällig werde und sich nicht an Gesetze halte, müsse das Land verlassen. Da bleibe er hart. Zugleich müsse man denjenigen danken, die sich integrierten. Zeitler verwies auf die Tradition Weidens als Einwanderungsstadt. "Wir haben rund 150 Nationalitäten in der Stadt", sagte er. Wer arbeiten wolle und sich einbringe, werde gebraucht.

Auch die finanzielle Lage der Kommunen und die Überbürokratisierung wurden angesprochen. Holetschek brachte es auf den Punkt: „Es kann nicht sein, dass die Pflege eines Formulars wichtiger ist, als die Pflege eines Menschen." Zeitler ergänzte: "Wir müssen den Menschen wieder mehr zutrauen und Eigenverantwortung stärken." Das gelte auch für Eltern, sagte Holetschek unter Beifall. Der Staat könne nicht alle Erziehungsprobleme lösen.

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