17.03.2020 - 14:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Klimaaktivisten trotzen Coronavirus

Durch das Coronavirus wird auch die "Fridays for Future"-Demo in Weiden abgesagt. Klimaaktivisten treffen sich trotzdem in kleiner Runde im Greenpeacebüro zu einer Besprechung. Themen wie Energiegewinnung und ÖPNV stehen auf dem Programm.

Anstatt der geplanten "Fridays for Future"-Demo treffen sich die Klimaaktivisten im Greenpeacebüro zu einer Besprechung.
von Redaktion ONETZProfil

Statt der erwarteten 150 Teilnehmer an der "Fridays for Future"-Demo, die kurzfristig wegen des Coronavirus abgesagt werden musste, war es nur ein kleiner Kreis, in dem sich die Klimaaktivisten am Freitag versammelten. Sie diskutierten in lockerer und motivierter Runde Themen rund um Klima und Umwelt.

Das Treffen startete mit einer "Wie geht´s mir"-Runde. Lukas Prölß, ein bekanntes Gesicht bei Fridays for Future, zeigte sich traurig, dass die Demo abgesagt wurde. Doch trotz des sich weiter verbreitenden Coronavirus lassen es sich die Klimaaktivisten nicht nehmen, sich zumindest im kleinen Kreis zu treffen.

In der Versammlung selbst ging es vor allem um eine Liste an Forderungen der Aktivisten, die bei einer Bürgerversammlung abgeschmettert wurde. Deshalb wollten sie nun konkrete und vor allem überzeugende Pläne und Projekte ausarbeiten, eröffnete Carolin Schimml die Besprechung.

Ein wichtiger Aspekt, der die Aktivisten beschäftigt, ist die Energiegewinnung. Konkret bauen sie auf Photovoltaikanlagen, Wind- und Solarenergie und wollen diese Arten der Energiegewinnung ausweiten.

Ali Zant will das eingeschlafene Projekt zum Bau von Windrädern im Muglhof bei Weiden wieder aufleben lassen. Diese wurde vor Jahren zum Schutz eines dort lebenden Schwarzstorchs abgelehnt. Doch mit der Energiegewinnung durch Windräder ist es allein nicht getan, waren sich die Versammelten einig. Windenergie und die durch Photovoltaikanlagen erhaltene Energie würden sich gut ergänzen.

Deshalb riet Angela Frank, unbenutzte Flächen wie Parkplätze als Photovoltaikanlage zu nutzen. Ihre Idee besteht darin, Parkplätze zu überdachen und die Dächer anschließend mit Solaranlagen zu versehen. Was außerdem den positiven Nebeneffekt habe, dass die parkenden Autos im Schatten stehen, betonte Frank.

Um Energie mithilfe von Solarzellen zu gewinnen, hatte auch Schimml einen kreativen Vorschlag: ein mit Solarplatten versehener Anhänger. Wird das Projekt in die Tat umgesetzt, soll dieser Wagen beispielsweise für Festivals vermietet werden. Den erzeugten Strom können die Benutzer für Musikboxen verwenden.

Abgesehen von der Energiegewinnung hatten die Klimaaktivisten ein weiteres Thema am Herzen: der Verkehr in der Weidener Innenstadt. "Parents for Future"-Unterstützerin Britta Heger forderte, dass der ÖPNV in der Innenstadt zumindest für Schüler, Studenten, Bedürftige und Senioren umsonst sein soll. Um diese Idee finanziell in die Tat umzusetzen, drängten alle der Aktivisten auf höhere Parkkosten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.