11.02.2019 - 16:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Klimaschutz: Streiken auch Schüler aus Weiden und dem Landkreis Neustadt?

Immer freitags boykottieren vielerorts Schüler den Unterricht, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Zuletzt auch in Amberg. Formieren sich auch die Gymnasiasten in Weiden und dem Landkreis Neustadt für eine Demo? Eine Nachfrage.

Hier demonstrieren Amberger Schüler für Klimaschutz.

Nachdem Schüler am Freitag in Regensburg, Amberg und Cham auf die Straßen gingen, scheint das Thema Schülerstreiks für Klimaschutz auch in der Oberpfalz angekommen zu sein. In Weiden und dem Landkreis Neustadt bleibt es dagegen ruhig – noch. Alle fünf Gymnasien in der Region – das Kepler-, Augustinus- und Elly-Heuss-Gymnasium in Weiden sowie das Neustädter und Eschenbacher Gymnasium – melden, bisher keine Anträge auf Befreiung von Schülern erhalten zu haben.

Schon seit Monaten streikt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg jeden Freitag. Statt in die Schule geht sie dann zum Schwedischen Reichstag und demonstriert für besseren Klimaschutz. Nachdem ihre Rede bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice im Dezember 2018 weltweit geteilt wurde und sie berühmt machte, tun es ihr Schüler in Deutschland und der Welt gleich. Unter dem Hashtag „#FridaysForFuture“ organisieren sie Demos für das Klima.

Einige Schulleiter sehen das Thema problematisch. „Solche Aktionen während des Unterrichts sind schwierig. Das ist nicht im Sinne der Schüler und Eltern, sie sollen ja aufs Abitur vorbereitet werden“, findet Oberstudiendirektor Anton Hochberger vom Gymnasium Neustadt. Und schlägt damit in die gleiche Kerbe wie seine Kollegen an den anderen Gymnasien. Er weist auch auf Umweltaktionen der Schule wie Baumpflanzaktionen hin – der Rest sei privat und solle somit auch nach der Schule stattfinden.

Die Bildung dürfe auf Kosten solcher Aktionen auf keinen Fall in den Hintergrund rücken, meint auch stellvertretender Schulleiter Thomas Kreuzer vom Augustinus-Gymnasium. Er fände es in Ordnung, wenn das einmal vorkomme, und würde die Schüler auch befreien: „Es ist schön, wenn Schüler sich politisch engagieren.“ Aber das müsse eben mit Augenmaß geschehen – einmal geht das während der Unterrichtszeit in Ordnung, aber nicht regelmäßig, so wie es Greta Thunberg praktiziert.

Auch Schulleiter Reinhard Hauer vom Elly-Heuss-Gymnasium und Sigrid Bloch vom Kepler-Gymnasium sagen, es sei grundsätzlich möglich, Schüler für die Demos von der Schule freizustellen. Dabei werden Anträge aber einzeln geprüft: Stehen am fraglichen Tag zum Beispiel Schulaufgaben an, gibt es keine Befreiung. Verpasste Lerninhalte müssten die Schüler selbstständig nachholen und außerdem müsste eine Erlaubnis der Eltern vorliegen.

Einig sind sich die Schulleiter, dass die Jugendlichen sich für eine gute Sache einsetzen wollen und sowohl Schüler als auch Lehrer bei dem Thema auf einer Wellenlänge sind. „Aber dafür Unterricht ausfallen lassen? Auch Bildung ist ein hohes Gut“, meint Knut Thielsen, Schulleiter am Eschenbacher Gymnasium. Das würde er auch seinen Schülern klarmachen und ihnen gerne Alternativen anbieten – zum Beispiel Aktionen, die nachmittags stattfinden. „Da würde ich dann auch selber mitmachen.“

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Kommentare

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Joachim Schmidt

Grundsätzlich muss man folgendes festhalten:

"...der Rest sei privat und solle somit auch nach der Schule stattfinden."
Dieses Sicht ist grundsätzlich einmal gut, warum.

Weil es bislang keinen wissenschaftlichen Beweiß für den menschengemachten Klimawandel gibt.
Wer sich ernsthaft mit dem IPCC, dessen Gründung und Aufgabe auseinandersetzt, wird erstaunt feststellen, warum er bestimmte wichtige Details über diese Organisation noch nicht wusste.

Zur Berichterstattung über den Klimwandel ist ein Blick zurück gestattet:

"Die Klimakatastrophe" lautete die Titel-Schlagzeile der Spiegel-Ausgabe, vor rund 30 Jahren erschien. Auf dem Cover abgebildet ist der Kölner Dom, der zu einem Drittel unter Wasser steht. Im Text hieß im August 1986:

"Wissenschaftler hatten beizeiten gewarnt, Umweltschützer unermüdlich demonstriert. Schließlich hatten sogar die Politiker den Ernst der Lage erkannt – zu spät: Das Desaster, der weltweite Klima-GAU, war nicht mehr aufzuhalten. Jetzt, im Sommer 2040, ragen die Wolkenkratzer New Yorks weit vor der Küste wie Riffs aus der See. Überflutet, vom Meer verschluckt, sind längst auch Hamburg und Hongkong, London, Kairo, Kopenhagen und Rom."

Ich finde es gut, dass die Weidener Schüler kein Schulfrei erhalten, aus mehreren Gründen:
1. werden diese meiner Meinung nach für politische Ziele benutzt.
2. Wenn Emotionen statt Fakten in den Medien gepusht werden ( Greta statt eine Diskussion über Menschengemachten Klimawandel und dessen Folgen) , dann sollte man szeptisch werden. Es gab und gibt immer wieder Fälle wie Emotionen benutzt werden. Anderes Thema, gleiche Methode war die Brutkastenlüge.
3. Die Eltern von Greta wurden bewusst anonym gehalten, hier sollte man recherchieren.

15.02.2019