03.12.2020 - 14:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kliniken Nordoberpfalz: Keine Entspannung bei Zahl der stationären Corona-Patienten

Die Zahl der stationär zu behandelnden Corona-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG liegt bei 67. Seit 30. November gilt ein striktes Besuchsverbot. Kontakt mit den Patienten ist Angehörigen aber weiterhin möglich.

Intensivstation am Klinikum
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Insgesamt werden derzeit 67 Covid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG stationär behandelt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Kliniken am Donnerstag hervor. Demnach werden in Weiden 48 und in Tirschenreuth 19 Patienten dementsprechend betreut. 15 Personen erhalten zudem intensivmedizinische Betreuung, 8 davon in Weiden, 7 in Tirschenreuth. Am Krankenhaus Kemnath werden keine Corona-Patienten behandelt.

Die Situation habe sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen nicht entspannt, heißt es in dem Schreiben. "Teilweise müssen nicht zwingend nötige Eingriffe verschoben werden. So können wir die Durchführung von Notfall- und zwingenden Operationen auch weiterhin gewährleisten", erklärt Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin des Klinikverbunds.

Seit Montag gilt in den Akuthäusern der Kliniken Nordoberpfalz ein striktes Besuchsverbot, nur wenige Ausnahmen, beispielsweise während oder nach Geburten, sind erlaubt. Laut Kliniken-Vorstand Dr. Thomas Egginger stößt die Maßnahme bisher auf Verständnis. Kontakt zwischen Patienten und Besuchern sei digital per Tablet möglich. Sollte eine Familie per Skype mit einem Patienten telefonieren wollen, genüge ein Anruf auf der entsprechenden Station. Die Mitarbeiter stellen dann die Verbindung her.

Ein Sonderfall sei die Palliativstation am Klinikum Weiden. Seit Anstieg der Fallzahlen im Herbst sei dort aber noch kein Patient mit bestätigter Covid-19-Erkrankung behandelt worden. Alle Patienten werden bei der Aufnahme getestet und während des Aufenthalts auf mögliche Corona-Symptome überwacht. Hier sind zwei Besucher pro Tag erlaubt. Bei sterbenden Patienten wird den Nahestehenden weiterhin die Möglichkeit gegeben, Abschied zu nehmen, heißt es in der Pressemitteilung.

Einschränkungen in der Therapie gibt es nicht, wie Dr. Stephanie Kuchlbauer, Ärztliche Leitung der Palliativstation, betont: „Unsere Arbeit läuft – den Umständen entsprechend – normal weiter. Wir kümmern uns nach wie vor um schwerstkranke Menschen, die Beschwerden haben. Dafür stehen alle Therapiemöglichkeiten wie Aroma-, Physio-, Musik und Atemtherapie ebenso zur Verfügung wie die Unterstützung durch unseren Sozialdienst.“

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