13.05.2019 - 20:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kliniken Nordoberpfalz: Verdi in großer Sorge

Die Debatte um die Zukunft der Kliniken Nordoberpfalz geht weiter. Eine Woche vor einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats äußert sich Verdi in großer Sorge über die Entwicklungen.

Verdi-Geschäftsführer Alexander Gröbner und Stellvertreterin Manuela Dietz sind besorgt über die Entwicklungen in der Kliniken Nordoberpfalz AG.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Weiden. (vok) Bei einem Pressegespräch am Montag betonten Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner und Stellvertreterin Manuela Dietz, dass die Kliniken AG eine tragende Säule der öffentlichen Daseinsvorsorge in der nördlichen Oberpfalz darstelle. Deshalb seien die Stadt Weiden sowie die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth verpflichtet, etwaige Defizite im Sinne einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung für die Bürger zu decken.

Sollte eine finanzielle Beteiligung der Gebietskörperschaften nur mit Veränderungen bei den Beteiligungsverhältnissen machbar sein, ist dies aus Sicht der Verdi-Vertreter ausdrücklich in Erwägung zu ziehen. „Die Zukunftssicherung der Kliniken Nordoberpfalz mit allen acht Einrichtungen müsse oberste Priorität des wirtschaftlichen Handelns sein.

Scharf ins Gericht gehen Dietz und Gröbner mit den Plänen, auf dem Rücken der Reinigungskräfte künftig „die dreifache Anzahl Häuptlinge“ zu finanzieren. Sie erinnerten daran, dass die Beschäftigten im Rahmen eines Zukunftssicherungsvertrages insgesamt 13 Millionen Euro eingebracht haben. Unbedingt notwendig sei es, Verdi als zuständige Gewerkschaft im Betrieb ein Mitspracherecht im Aufsichtsrat einzuräumen. „Wer externen Sachverstands einbindet, darf die vertragschließende Gewerkschaft nicht ausblenden.“ Weiterer Bericht folgt

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Stefan Kreuzeck

Warum will man Versagen an anderer Stelle auf die Schwachen verlagern?
Können sich die Leute, die das entscheiden, noch im Spiegel betrachten, sollte diese Auslagerung wirklich kommen? Und wenn ja, dann muss es öffentlichen Druck geben, aber Solidarität ist in Deutschland ja auch nicht so angesagt. Wie kann man überhaupt nur auf solche Ideen kommen, gerade auch bei Kliniken, die nicht dazu gedacht sind Gewinne zu machen. Ethisch und moralisch ist das schon mehr als bedenklich.

Aber wahrscheinlich kommt es und die Entscheider haben dann sicher nicht mal ein schlechtes Gewissen.

17.05.2019