24.11.2019 - 17:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kolping St. Josef: Mitgliederschwund, aber der Gedanke lebt

An goldene Zeiten erinnerte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie St. Josef in Weiden beim Ehrenabend. Von den Mitgliederzahlen vor 50 Jahren ist der Verein heute weit entfernt.

Als langjährige Mitglieder erhalten Michael Prause, Hans und Helga Troppmann, Lothar und Irmi Höher (von links) Urkunden.Vorsitzender Karl Zitzmann (rechts) reicht die Urkunde von Emil Lehner später nach.
von Reinhard KreuzerProfil

Die Kolpingsfamilie St. Josef veranstaltete im Pfarrheim einen Ehrenabend. Vorsitzender Karl Zitzmann blickte zurück. „Das erste mir vorliegende Gründungsdatum war der 6. Januar 1877“, sagte er. Dieses Datum zweifelte er an, da Kolping Weiden zum 150-jährigen Jubiläum der Kolpingsfamilie Windischeschenbach als Patenverein geladen war.

„Was war Kolping Weiden für ein stattlicher Verein“, so Zitzmann. Ein Kolpingplatz, ein Kolpinghaus (Einweihung 1961) sind die nach außen gewandten Symbole. Im Innenverhältnis war Kolping ein starker Verein. Ministerpräsident Alfons Goppel hatte sogar die Schirmherrschaft für die 100-Jahrfeier übernommen. 1947 waren 254 Kolpingbrüder verzeichnet, mit 80 Neuzugängen im Jahr. Das seien mehr als der heutige Mitgliederstand. 1963 wurde die Gruppe Jungkolping gegründet. Im März 1967 gründete der damalige Vorsitzende Adolf Menner Familienkreise. 1976 wurden 55 neue Mitglieder aufgenommen.

Doch jetzt sei das Kolpinghaus nicht mehr wiederzuerkennen und in Fremdbesitz. Familienkreise sind nicht mehr vorhanden und Jungkolping nicht mehr im Verein. "Aber nicht jammern, sondern tun ist Adolph Kolpings Leitgedanke. Deshalb tun wir, was in unseren Kräften und Möglichkeiten streckt", sagte Zitzmann.

Besinnliche Weisen und Klänge für die Seele fügte die Musikgruppe hinzu. Mit Urkunden ehrte der Vorsitzende im Anschluss langjährige Mitglieder: Emil Lehner für 65 Jahre (ihm wird die Urkunde nachgereicht). 40 Jahre sind Irmi Höher, Lothar Höher und Michael Prause dabei. Helga und Hans Troppmann erhielten eine Auszeichnung für langjährige Tätigkeiten in der Vorstandschaft.

Bürgermeister Lothar Höher sagte in seinem Grußwort, dass er Anhänger von Kolping und Bischof Ketteler sei. „Sie stehen als Begründer der christlichen Soziallehre gegen Ausbeutung der Menschen, haben darum gekämpft“ so Höher.

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