Dieser Winter wird hart: Heizen wird wohl teurer werden, als wir uns das noch vor einem halben Jahr hätten vorstellen können, dunkel und kalt wird's sowieso und dabei haben wir über eine mögliche neue Corona-Welle noch gar nicht gesprochen. Nein, es deutet tatsächlich wenig darauf hin, dass der Winter 2022 als ein besonders angenehmer in die Geschichte eingehen wird.
Was ist die Aufgabe der Politik in dieser Situation? Sie muss vorbereiten, sich selbst und uns. Das wird Entbehrungen mit sich bringen – die Kunden der Thermenwelt erfahren gerade am eigenen Leib, wie diese aussehen können. Natürlich ist es kein Grund zum Feiern, wenn das Wasser kälter wird und die Sauna erst nachmittags öffnet. Trotzdem ist es richtig und wichtig, dass Stadt und Stadtwerke nicht wie das Kaninchen vor der Schlange stehen und nur darauf warten, in ein paar Monaten vorhersehbarerweise vor einem handfesten Problem zu stehen, sondern sich Gedanken über mögliche Lösungen machen.
Wir leben nun mal in einer Zeit, in der Russlands brutaler und grundloser Überfall auf die Ukraine die Maßstäbe verschoben hat. Wir sollten uns klar machen, von welchen Luxusproblemen wir hier reden: Ja, alles wird teurer und ja, wir alle hätten es lieber, wenn alle Saunen immer zur Verfügung stünden, alle Whirlpools beheizt wären und alle Straßenlaternen immer brennen. Klar. Nur: Bei uns reduziert sich wegen des Krieges das Angebot der Thermenwelt. In der Ukraine zerbombt Russland ganze Landstriche. Vielleicht haben wir's gar nicht so schlecht.





















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