Weiden in der Oberpfalz
21.06.2018 - 17:59 Uhr

Kommentar zum EuGH-Urteil wegen der Nitrat-Richtlinie

Deutschland muss mehr gegen die Überdüngung von Gewässern tun. Das hat das EuGH entschieden. Eine weitere Ohrfeige für die selbst ernannte Öko-Nation, kommentiert Frank Werner.

Umwelt-Musterknabe Deutschland? Da lachen ja die Hühner! Nicht erst seit dem peinlichen Eingeständnis, die selbst gesetzten Klimaziele bis 2020 nicht erreichen zu können, ist der Lack bei der vermeintlichen Öko-Nation Nummer eins ab. Vom Umgang mit dem Abgas-Skandal ganz zu schweigen

Jetzt also die nächste Ohrfeige, diesmal aus Luxemburg. Der Europäische Gerichtshof hat einer Klage der EU-Kommission stattgegeben: Deutschland tut zu wenig gegen die Überdüngung mit Gülle und die Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrat. Ein Urteil, das alle betrifft. Sauberes Trinkwasser ist eben keine Selbstverständlichkeit. Die Aufbereitung von Verschmutzungen ist teuer. Weiteres Problem: Landwirte, die gegen die Regeln verstoßen, müssen kaum mit spürbaren Konsequenzen rechnen.

Die Agrarlobby verweist darauf, dass durch die neue, verschärfte Düngeregelung von 2017 ohnehin Verbesserungen zu erwarten seien. Zweifel sind angebracht. Bei der Kontrolle der Einhaltung der Grenzwerte gibt es massive Lücken. Die Gelackmeierten sind alle Bauern, die sich mit viel Aufwand und Herzblut um eine nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung ihrer Betriebe bemühen und sich von der Massentierhaltung verabschiedet haben.

 
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