07.12.2018 - 16:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kripo Weiden sagt Danke für gelebte Zivilcourage

Nach einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Innenstadt macht Danijela Iannello alles richtig. Die 42-Jährige meldet sich sofort als Zeugin. Wenig später sind die Täter geschnappt. Dafür will nicht nur die Kriminalpolizei danken.

Stellvertretender Kripo-Leiter Thomas Gallei bedankt sich bei der couragierten Zeugin Danijela Iannello zusammen mit Kripo-Ermittler Gilbert Fehlner (v.l.n.r.)
von Externer BeitragProfil

Es ist Samstagnachmittag im September 2017: Zwei Unbekannte dringen in ein Juweliergeschäft in der Ringstraße ein, sprühen Reizgas und müssen ohne Beute fliegen. Denn der Geschäftsinhaber und seine Ehefrau leisten erhebliche Gegenwehr - und erleiden dabei nicht unerhebliche Verletzungen. Zwei der insgesamt sechs Täter werden nach der erfolgreichen Fahndung der Polizeiinspektion Weiden sofort festgenommen. Dabei leistete Danijela Iannello einen wertvollen Beitrag, heißt es laut Kriminalpolizei.

Denn die Altenstädterin teilte den Polizeibeamten ihre Wahrnehmungen mit, wodurch die sofortige Festnahme eines der Täter möglich war. Nun kam die 42-Jährige zu Besuch zur Kriminalpolizei Weiden. Sie war eingeladen, um sich ihr Dankeschön abzuholen.

Für ihr couragiertes Verhalten lobten sie stellvertretender Kripo-Chef Thomas Gallei sowie der polizeiliche Sachbearbeiter Gilbert Fehlner. Sie überreichten Danijela Iannello ein Anerkennungs- und Dankschreiben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und vom Polizeipräsidenten Gerold Mahlmeister. Zudem bekam die sichtlich überraschte Altenstädterin ein Geldgeschenk.

Gallei betonte, dass es gerade im Zusammenhang mit Gewaltdelikten von entscheidender Bedeutung sei, schnell an Fahndungshinweise zu kommen. "Das Verhalten von Frau Iannello ist ein Paradebeispiel für eine mustergültige Zeugin gewesen. Sie hat nicht weg- sondern hingeschaut und ihre Wahrnehmungen unmittelbar an die Polizei weitergegeben. Solche couragierte Zeugen sind Vorbilder in der Zivilgesellschaft und regen hoffentlich zur Nachahmung an."

Die Ermittlungen gegen die litauische Tätergruppierung führte die Weidener Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Weiden. In einem Prozess vor dem Landgericht Weiden wurden zwischenzeitlich vier der sechs Tatverdächtigen zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt.

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