Weiden in der Oberpfalz
04.12.2018 - 15:54 Uhr

Kulturbühne setzt auf Schüler

Das kulturelle Image einer Stadt ist vom Theaterangebot bestimmt. Veit Wagner, Vorsitzende der Kulturbühne plädiert dabei für Vielfalt und Profis auf der Bühne.

Die Macher der Weidener Kulturbühne. Von links: Johannes Häring, Stefan Voit, Veit Wagner und Cornelia Taubmann. Bild: Kunz
Die Macher der Weidener Kulturbühne. Von links: Johannes Häring, Stefan Voit, Veit Wagner und Cornelia Taubmann.

"Wir sind der Meinung, dass ein Oberzentrum wie Weiden auch beim Theater ein Angebot mit bestimmten Ansprüchen zur Verfügung stellen muss: klassische Stücke, aktuelle Aufführungen, anregendes, aufregendes, provozierendes Theater, das Impulse setzt, Kreatives zeigt und mit Formen experimentiert", betonte Wagner bei der Jahreshauptversammlung in der Max-Reger-Halle.

Das kulturelle Image einer Stadt sei nämlich vom Theaterangebot bestimmt. Egal ob durch Kulturbühne, Landestheater Oberpfalz oder lokale Theatergruppen. Wagner zeigte sich überzeugt davon, dass Theaterbesucher auch professionell ausgebildete Schauspieler auf der Bühne erleben wollten, mit Einflüssen und Anregungen aus allen kulturellen Ecken der Republik. Und hierbei seien es eben vor allem Tourneetheater, wie sie die Kulturbühne präsentiere, die diesen Anspruch erfüllten.

Im Berichtszeitraum habe der Verein auf die Gewinnung neuer Zuschauer gesetzt. Sowohl bei "Klein & Kunst" als auch für die große Bühne. Für die Finanzierung des kompletten Programms sei die Kulturbühne von der Stadt mit 50 000 Euro ausgestattet worden. Der Bedarf liege höher. Unter dem Begriff "Bühne Zwo" habe sich eine neue Idee entwickelt: Nämlich ungewohnte Stücke außerhalb des Abos anbieten: Aufführungen, wie "Um die Welt in 80 Tagen", "RAZZZ", "Romeo and Juliet" (in Englisch) oder "Außer man tut es" (Kästner-Texte mit Musik). Mit gemischtem Erfolg. Besuchermagnet war das englische Stück mit 640 Zuschauern aus dem Kreis der Schulen. "Um die Welt in 80 Tagen" habe mangels Nachfrage abgesagt werden müssen. Zu RAZZZ hatte die Bühne viele jugendliche Flüchtlinge eingeladen. Kästner brachte mit 65 Leuten das Theaterstüberl zum Bersten. Sechs weitere Aufführungen seien über die Aboschiene gelaufen. Lessings Nathan der Weise etwa lockte über 420 meist junge Leute ins Theater. In der nächsten Saison wolle man verstärkt klassische Stücke anbieten, die Jugendliche ansprechen sollen. Dafür wolle man in Schulen werben. Schüler seien die Theaterbesucher der Zukunft. "Theater ist Teil des Bildungsprogramms aller Lehrpläne", sagte Wagner.

Programm 2019:

Die Therapie (Psychothriller); Faust I mit Michael Quast und Philipp Mosetter; Anders als du glaubst (Toleranz der Religionen, Berliner Compagnie); Biedermann und die Brandstifter; Pygmalion (Englisch); Hamlet und Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone.

 
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