20.10.2019 - 12:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Kunst und Natur": Faszinierende Ausstellung im Alten Schulhaus

Alle Dagewesene an Vielfalt und Brisanz der Werke sprengt die 41. Jahresausstellung des Arbeitskreises Kunst im Oberpfalzverein. Das Thema „Kunst und Natur“ transportieren 20 Meister in Gemälden, Töpfereien und Collagen.

Die beteiligten Künstler an der 41. Jahresausstellung des Arbeitskreises im Oberpfalzverein. Leiterin Silke Winkler Vierte von links.
von Autor hczProfil
Bilder ohne Rahmen, also völlig "CO2-freie", zeigt der Pressather Künstler Peter Eichler dem jungen Steinmetz Wolfgang Raithel, der zum ersten Mal ausstellt.
21 kleine Würfel aus Pyrit am großen Würfel von Steinmetz- Altmeister Georg Raithel.
Naive Bilder von Uwe Müller, der ansonsten durch seine skurrilen Installationen bekannt ist.
Barbara Lindner mit einer ihrer Miniwelten aus Papier, die die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit der Natur verdeutlichen.

Dadurch, dass Kunst uns vor Augen führt, was von der Natur nach Jahrhunderten menschlicher Ausbeutung noch übrig ist, werde „Kunst zum Sprachrohr der Natur“, sagte Silke Winkler bei der Vernissage am Samstag. Für unzählige Künstler sei die Natur Quelle der Inspiration und Lehrmeisterin gewesen. Landschaftsmalerei habe die Natur in ihrer Schönheit, Überlegenheit und Dramatik dargestellt und sei dadurch zur eigenständigen Gattung geworden. Die 41. Jahresausstellung zeuge von der Vielfalt an Erscheinungsformen, die aus der Beschäftigung mit dem Thema Natur resultiere. Für die Zusammenstellung der Werkschau dankte Winkler besonders den Organisatoren Gisela Walbrunn und Hermann Vollath.

Bürgermeister Jens Meyer würdigte die Treue, mit welcher der Arbeitskreis Kunst jedes Jahr im Herbst die Stadt mit einer großartigen Ausstellung beschenke. Er lobte die große Bandbreite schöpferischer Kunst. Musik steuerte Herrmann Lang mit dem Akkordeon bei. Bei einer Tombola, deren Erlös dem Tierheim zugute kommt, waren wertvolle Arbeiten der beteiligten Künstler zu gewinnen. Die Ausstellung kann bis zum kommenden Wochenende täglich von 12 bis 17 Uhr und bei der langen Kunstnacht am Freitag bis Mitternacht besucht werden.

Die beteiligten Künstler:

Peter Eichler aus Pressath präsentiert unter anderem Landschaften mit „CO2- reduzierten Bilderrahmen“, nämlich ohne! Steinmetz Georg Raithel glänzt mit einem „Würfel- Würfel“. Die 21 Punkte eines großen Würfels bestehen aus kleinen Pyrit- Kristallen. Raithels Enkel Wolfgang, ebenfalls Steinmetz und erfolgreicher Triathlet, hat aus einem Grabstein einen außergewöhnlichen Beistelltisch gefertigt und aus schwarzem Granit einen Medaillenhalter für seine Trophäen.

Kunstvoll gefertigte Miniaturwelten aus Papier, Wolle und Stoffen zeigen Barbara Lindner und Brigitte Werl. Christine Kreuzer glänzt mit tönernen Tieren und Figuren. Klöppelbilder und andere filigrane Objekte stellt Sabine Heibl aus. Aquarelle von Vögeln und Blumen sind von Gisela Maier zu sehen, während Astrid Maier mit Stillleben und Diplom-Geografin Sonja Bianca Maier mit Acryl- und Aquarell-Werken glänzen.

Sein schier unerschöpfliches Repertoire an „EWUs“, „Vernetzungen“, Köpfen und collagenartigen Bildern aus Eitemperafarbe, dazu Ikonen und skurrile Objekte, zeigt Uwe Müller. Großformatige, teils teilbare, abstrakte Malereien zeigt Gerda Münch. Margret Seer (Tirschenreuth) ist mit einem Blumen-Aquarell vertreten, während Christine Mößbauer mit mehreren Acrylbildern glänzt.

Mit Pastellkreide verewigt Stefan Ullrich die Natur auf Papier, während Manfred Ullrich große, abstrakte Motive bevorzugt. In die Südsee zog es künstlerisch die Vohenstraußer Karin Weingandt, die riesige Bilder von dortigen Schönheiten zeigt, und Werner Weingandt, der mit zwei naturgetreuen „Walau“- Auslegerbooten vertreten ist. Marie- Luise Haberl malte verträumte Landschaften in Acryl und Öl. Beeindruckend sind auch die großformatigen Werke von Gisela Walbrunn wie „Kraft der Bäume“, „Rettet die Bienen“ oder „Pusteblumen“.

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