09.09.2018 - 10:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Lauf ins Herz des freien Europas

Polnischer Lions-Club ist 1050 Kilometer für syrische Flüchtlingskinder unterwegs.

Empfangen wird die polnische Läufergruppe von Vertretern des Weidener Lions-Clubs und der Stadt vor dem Alten Rathaus.
von Helmut KunzProfil

Vor sieben Tagen waren Dr. Mariusz Seibz und seine Läufer im ponischen Poznan zu ihrem „Freedom Charity Run“ aufgebrochen. 1050 Kilometer von Polen nach Straßburg. Insgesamt zwölf Tage soll dieser Lauf dauern und die Teilnehmer durch vier Länder führen. Mit ihrem Benefizlauf wollen die Lions-Mitglieder an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren erinnern.

Gleichzeitig soll der Lauf die Freundschaft der europäischen Länder unterstreichen. Ziel sei es, Geld zu sammeln, um syrischen Flüchtlingskindern in einem Camp im Libanon zu helfen, erklärte der Zonenvorsitzende des Weidener Lions-Clubs, Wolfgang Würschinger, beim Empfang der Gruppe mit einstündiger Verspätung vor dem Alten Rathaus. Bereits am Vormittag hatten die Läufer die deutsch-tschechische Grenze passiert und waren in Georgenberg empfangen worden.

Schließlich gesellte sich in Höhe des Steinernen Tisches eine Gruppe von Läufern der DJK und des Turnerbunds an ihre Seite, um die polnischen Gäste nach Weiden zu begleiten, wo sie auch übernachteten. Stephan Oetzinger, der den Lions-Präsidenten vertrat, sprach von einem Lauf „ins Herz des freien Europas.“ District Governor Wolfgang Debler überbrachte die Grüße der nordbayerischen Lions.

Organisiert wurde der Empfang, zu dem die Stadtkapelle Weiden aufspielte, von Christian Meiler, zuständig im Rathaus für den Sport. Zu den prominenten Unterstützern des Laufs gehörten der ehemalige Präsident Polens, Lech Walesa, und der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, unterstrich Stadträtin Hildegard Ziegler, die Oberbürgermeister Kurt Seggewiß vertrat.

Am 1. September war die Gruppe in Poznan gestartet. Die jeweiligen Tagesetappen lägen im Schnitt bei hundert Kilometer, erklärte Ziegler. Von Weiden aus ging es am Samstag weiter nach Nürnberg. Als Gastgeber des siebten Etappenziels sei Weiden stolz auf seine Städtepartnerschaften und die vielen Schüleraustauschprogramme. Besondere Erwähnung erfuhr die Europa-Berufsschule.

Im Anschluss gedachten Läufer, Lions und Politiker in der Konrad-Adenauer-Anlage vor dem Kriegerdenkmal der Gefallenen und Opfer des Ersten Weltkriegs. Der Lions-Club Weiden übergab einen Scheck über 1000 Euro für die syrischen Flüchtlingskinder.

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