15.12.2019 - 12:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Laut und schrill: "Speichelbrois" feiert Mega-Geburtstagsparty

Die Weidener Punk-Band hat längst Kultstatus erreicht. Seit 25 Jahre machen "Speichelbrois" viel Lärm mit Inhalt. Zum Jubiläum beschenken sie sich mit einer Party im Juz.

von Helmut KunzProfil

Fans von Punk-Konzerten muss man die Wichtigkeit von Jumpen, Fallen und Rempeln nicht lange erklären. Erst springt einer, dann bekommt er nach und nach mehr Beitänzer. Echter Punk lebt eben vom Live-Powerpaket: Von viel Lärm, Frontmann-Schreihälsen und den irren Klamotten mancher Besucher. Am Samstagabend feierte die Weidener Combo „Speichelbrois“ im Jugendzentrum eine große Geburtstagsparty. Die Band wird 25 Jahre alt.

Punk-Bands "Sendeschluss" und "Absturtz" dabei

Ein schwarzer Vorhang teilte den Saal. So waren die Punks recht eng beieinander und unter sich. Vor und auf der Bühne ging die Post ab. Den Anfang machte die Band „Sendeschluss“ aus Neunburg vorm Wald. Dann enterten „Absturtz“, eine Punk-Legende aus dem 234-Einwohner-Weiler Warwerort in Schleswig-Holstein die Stage.

„Willkommen im Wochenende.“ Die Stimmung im Saal nahm Fahrt auf. Sänger Hannes Gross goss „Mit wehenden Fahnen“ nicht nur viel „Öl ins Feuer“. Er forderte mit lauten Shouts volle „Solidarität“ und „Menschlichkeit“ – „Viva Punk“ hieß es am Schluss. Nach kurzer Umbauphase und einigen Soundchecks starteten die Geburtstagsinder um Patrick Sasse durch. Auch Sasses „Speichelbrois“ brachten vom Start weg ordentlich Bewegung und Schiebung in die Fanreihen. Man kennt die Lokalmatadoren mittlerweile selbst in Thailand, Malaysia und Finnland. Die "Speichelbrois"-Songs klingen erstaunlich zeitlos. „Kopf hoch“, „Wenn ihr es so wollt“, „Our Town“. Meister Sasse wollte so richtig die Sau raus lassen und machte auf einen aufgeblasenen und erbosten Wut-Punker.

Während die ersten Bands schon live spielten, waren die Jungs vom Hauptact „Konflikt“ aus der Slowakei noch auf der Autobahn unterwegs. Sie reisten als „Rawside“-Ersatz an, die einen Europatour-Support bei „Exploited“ dem Gig in Weiden vorgezogen hatten. Die Slowaken standen schließlich für eine gelungene Mischung aus rauem Blitz-und Slow-Punk-Rock, Hardcore und Folk.

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