24.09.2021 - 16:13 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Leselernhelfer in Weiden und im Landkreis Neustadt gesucht

Kinder fürs Lesen begeistern. Das hat sich der Verein "Mentor - Die Leselernhelfer" zum Ziel gemacht. Wie das gelingt und wie man Leselernhelfer werden kann, will der Verein in einer Auftaktveranstaltung vorstellen.

Ende Februar 2020 wurde der Verein "Mentor - Die Leselernhelfer Weiden-Neustadt" gegründet. Nach der Corona-Zwangspause steht nun eine Auftaktveranstaltung bevor.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Nur wenige Tage nach seiner Gründung wurde der neu gegründete Verein "Mentor – Die Leselernhelfer Weiden-Neustadt" von der Corona-Pandemie ausgebremst. Kindern beim Lesen lernen zu unterstützen, gestaltete sich durch die geschlossenen Schulen als schwierig. Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. September, wirbt der Verein mit Vorträgen und einer Gesprächsrunde für neue ehrenamtliche Lesehelfer. Außerdem sollen diejenigen, die sich bereits für eine engagieren, neue Informationen bekommen.

"Ziel ist es, Kinder zum Lesen zu ermuntern und zu ermutigen", sagt Sabine Guhl, zweite Vorsitzende des Vereins. Um das zu schaffen, werden den Kindern ehrenamtliche Leselernhelfer – sogenannte Mentoren – an die Seite gestellt. "Durch diese individuelle Förderung wollen wir dazu beitragen, die Lese- und Sprachkompetenz der Kinder zu verbessern", erklärt die Leiterin der Regionalbibliothek Weiden. Einmal in der Woche trifft sich der Leselernhelfer nach dem Unterricht mit seinem "Patenkind". "So soll sich mit der Zeit eine gute Beziehung entwickeln. "Durch diese vertraute Atmosphäre verlieren die Kinder die Angst vor dem Vorlesen, entwickeln Freude an Geschichten und Texten." Gelesen werden altersgemäße Texte, bei welchen auch die Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. "Die Leselust soll auch durch Lesespiele geweckt werden."

Neue Mentoren gesucht

Um Mentoren und Kinder zusammenzubringen, nimmt der Verein Kontakt zu den Grund- und Förderschulen in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN auf. "Die Lehrer wissen am besten, welches Kind einen Förderbedarf hat", sagt Guhl. Im nächsten Schritt wird Kontakt zu den Eltern aufgenommen. "Ohne deren Einverständnis, ist das gemeinsame Lesen nicht möglich." Ist die Zustimmung da, steht dem Kennenlernen nichts mehr im Wege.

"Mentor kann jeder werden, der Zeit, Motivation und Interesse hat, Kinder fürs Lesen zu begeistern", sagt Guhl. Das können neben Senioren auch Studenten oder Eltern sein, die sich eine Stunde in der Woche für das Projekt Zeit nehmen. Geduld und Humor sind ebenfalls wichtig. Alles, was die zukünftigen Helfer wissen müssen, erfahren sie in einer speziellen Schulung. Zudem muss ein amtliches Führungszeugnis vorgelegt werden.

Auftakt mit Impulsvortrag

Die Idee zur Gründung des Vereins kam bereits 2018 von den Bildungsbeauftragen aus Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN. "Sie haben das Projekt bei einer Fortbildung kennengelernt", blickt Guhl zurück. 2019 wurde die Sache konkreter, Ende Februar 2020 folge die Gründung. Durch die Pandemie wurden alle Pläne erstmal auf Eis gelegt. "Das war für uns eine sehr schwierige Phase. Wir mussten uns erstmal zurechtfinden", sagt Guhl.

Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag soll es auch darum gehen, welche Lücken durch die Pandemie bei den Schülern entstanden sind. "Wichtig ist auch die Frage, wie diese wieder aufgeholt werden können", erklärt Guhl. Als Redner hat sich der Verein Dr. Johannes Wild von der Universität Regensburg eingeladen. Er ist am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur tätig. An einer Gesprächsrunde nehmen im Anschluss Wild, Kurt Seggewiß als erster Vorsitzender des Vereins und Margit Walter vom Schulamt Neustadt-Weiden teil. "Zudem werden bereits aktive Mentoren über ihre Erfahrungen sprechen", sagt Guhl.

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Im Februar 2020 wird der Verein "Mentor" gegründet

Weiden in der Oberpfalz
Service:

Auftaktveranstaltung Mentor - Die Lernlesehelfer

  • Wann: Donnerstag, 30. September, um 19 Uhr
  • Wo: Oberpfalz-Medien, Weigelstraße 16, 9237 Weiden, Zugang ist ausgeschildert
  • Was: Impulsvortrag von Dr. Johannes Wild (Universität Regensburg) und Gesprächsrunde mit Dr. Johannes Wild, Kurt Seggewiß, Margit Walter und ehrenamtlichen Mentoren
  • Es gelten die tagesaktuellen Corona-Regeln
  • Keine Anmeldung erforderlich

 

 

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