"Ausverkauft!" Das Schild an der Ladentür machte deutlich, zu welchem Erfolgsmodell sich der traditionelle Weinleseabend in der Buchhandlung Rupprecht entwickelt hat. Leseratten informieren sich bei Wein und Knabbereien über die neueste Literatur, vorgeschlagen von Maria Rupprecht, Bettina Härtl und Irene Vogl-Prem. Das Trio hatte 16 Bücher ausgewählt. Allesamt Vorschläge für Winterabende.
Auch wenn sich das Publikum zum Einstieg für ein eher grausliges Werk entschieden hatte, stellte Rupprecht außerplanmäßig zunächst ein amüsantes Weihnachtsmärchen über "Das letzte Schaf" vor. Dann fuhr sie mit Autor Rene Freund "Ans Meer", eine nachdenkliche Geschichte über einen Busfahrer, der sich zugunsten seiner Fahrgäste gegen den Fahrplan entschied. "r Horror der frühen Medizin" von Lindsey Fitzharris machte deutlich, dass es doch besser sei, im Jetzt und Heute zu leben. Denn noch im 19. Jahrhundert tat's unheimlich weh. Die Story behandelt den später geadelten Mediziner Joseph Lister. Präsentiert wurden ausnahmsweise Bücher, die den drei Buchhändlerinnen persönlich besonders gut gefallen hatten.
Die Frauen stellten den Besuchern Thriller, Liebesromane, philosophische und historische Abhandlungen vor. Rupprecht wählte "Die Verwandlung der Dinge", "Hundert", "Mein Ein und Alles", "NSA - Nationales Sicherheits-Amt", "Stille" und "Das Blaue Buch". Härtl legte den Zuhörern "Vox", "Ein wenig Leben" und "Abschottung" ans Herz, während Vogl-Prem f"Wenn Martha tanzt", "Mittagsstunde", "Der Tätowierer von Auschwitz" und "Die Erfindung der Flügel" präsentierte. Nach den Vorstellungen waren alle Gäste zum vertiefenden Gesprächen und einem Umtrunk geladen.














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