21.09.2020 - 12:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Die Linke eröffnet Bürgerbüro in der Braunmühlstraße

Stadträte von SPD, FDP, Grüne und CSU gratulieren am Sonntagnachmittag Stadtrat Ali Zant (rechts) zum Bürgerbüro der Linken .
von Helmut KunzProfil

Parteiübergreifend eröffnete die Weidener Linke am Sonntagnachmittag ihr Bürgerbüro in der Braunmühlstraße. „Wir haben jetzt hier eine Heimat gefunden“, erklärte Stadtrat Ali Zant. „Vielleicht nennen wir sie ‚Kleiner Kreml‘ oder ‚Roter Salon‘. Wir müssen uns noch überlegen, wie der Rundbau einmal heißen wird.“ Eines sei aber jetzt schon gewiss: „Wir wollen das Büro der Allgemeinheit anbieten. Hier kann man sich treffen. Egal ob Veganer oder die schwul-lesbische Gemeinschaft.“ Er stelle sich das Gebäude als gesellschaftliche Bereicherung vor. Ein Büro nur für die Linke mache nämlich wenig Sinn.

Für die weitere Finanzierung suche man noch Büro-Paten. Bürgersprechstunden seien jeden Donnerstag ab 18 Uhr. Seine Linke wolle nicht schulmeisterlich agieren, sondern die Gemeinschaft mit den Bürgern suchen, sagte Zant. Bürgermeister Reinhold Wildenauer hatte den Pavillon mit der Hausnummer 6 vor Jahren selber schon im Visier, als Standortquartier für die Bürgerliste. „Hat sich allerdings zerschlagen.“

Umso deutlicher drückte er seine Freude aus, dass die Immobilie jetzt den Bürgern zur Verfügung stehe. Weiden sei schließlich bunt, wie sein Parteienspektrum. „Die Bürger sind so unterschiedlich, wie die Parteien. Und das ist gut so.“ Umso wichtiger sei, dass für jeden Bürger die für ihn richtige Partei vorhanden sei. „Das ist echte Demokratie und das zeichnet unsere Gesellschaft aus.“ Unter den Gästen weilten auch mehrere SPD-Genossen.

Mit Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner war auch die CSU auf der Gästeliste vertreten. Die CSU in Bayern bei den Linken: Das müsse man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen, sagte der Linken-Landessprecher Ates Gürpinar aus München.

Solch ein Büro als Anlaufstelle sei gleichsam der Grundstein für viele Möglichkeiten, sich mit den Ideen der Linken auseinanderzusetzen. Die Linke sei für alle da, unterstrich auch Kreisschatzmeister Thomas Wipper. Grünen-Stadträtin Laura Weber betonte Gemeinsamkeiten, wie Tierschutz, den Kampf gegen Rassismus und soziale Gerechtigkeit. Und DGB-Regionssekretär Peter Hofmann bot die Hand zum Dialog.

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