Was 2020 noch scheiterte, kann 2021 geglückt zu sein: Im Streit um den Außenbereich in der Innenstadt gibt es eine "konsensfähige Lösung". So heißt es jedenfalls im Vorlagebericht der Stadtverwaltung für die Ferienausschusssitzung des Stadtrats am Mittwoch, 25. August. Darin wird auf "ein gemeinsames Gespräch mit den Beteiligten" unter Regie der Stadtverwaltung Ende Juli verwiesen. Mitglieder des örtlichen Verbandes der Marktkaufleute und Schausteller sowie Vertreter der Gastwirte im fraglichen Bereich der Fußgängerzone hätten daran teilgenommen. Nicht anwesend war nach Informationen von Oberpfalz-Medien ein Vertreter des Wochenmarkts.
Sondernutzung für Gastronomie als Knackpunkt
Die Lösung sieht laut Vorlagebericht wie folgt aus: Die Gastronomen hätten ein "gesteigertes Interesse" daran, dass Christkindl- und Wochenmarkt exakt an den Stellen stattfinden, wo sie immer platziert und satzungsmäßig vorgesehen sind, heißt es. Das aber hat Folgen für die Wirte, die auf der Nordseite des Unteren Marktes angesiedelt sind, weil hier Rettungswege freizuhalten sind. Wer also weicht hier?
Mittwochs- und Samstagsregelungen
Laut Stadtverwaltung haben die betroffenen Gastronomen Zugeständnisse gemacht, aber dafür auch etwas verlangt. Die Zugeständnisse variieren je nach Wochentag. So werden die Gastronomen im Nordbereich an den samstäglichen Wochenmarkttermin und dem parallel dazu stattfindenden Christkindlmarkt draußen nicht bewirten und ihre Schirme wegen der Rettungswege entsprechend einfahren – vorausgesetzt sie erhalten eine generelle Sondernutzungserlaubnis für die Außenbewirtschaftung von der Stadt auch für die kalte Saison. Hier scheint die Stadt nun mit sich reden zu lassen.
Immer mittwochs zum Wochenmarkt müssen wohl die Marktfieranten zu Christkindlmarktzeiten ein wenig rutschen. Das sei möglich, weil der Markt an sich kleiner als am Samstag ausfalle.
Vorbehaltlich eines positiven Bescheids dieses Kompromisses im Ferienausschuss und der weiteren Corona-Entwicklung gibt es demnach 2021 passend zur Weihnachtszeit eine friedvolle Koexistenz von Christkind-, Wochenmarkt und Außengastronomie in Weidens Innenstadt. Oder wie heißt es im Vorlagebericht: "Somit steht einer Durchführung des Christkindlmarktes sowie des Wochenmarktes am Oberen und Unteren Markt nichts entgegen." Ende August gehen die Zu- und Absagen an die Schausteller des Christkindlmarktes raus. Spätestens im September sollte dann deutlich werden, wie sich die Innenstadt in den Wochen vor Weihnachten genau verändern wird.





















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.