19.06.2018 - 17:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Macerata alla kepleriana

Gymnasiasten erstellen aufwendigen Reiseführer zur italienischen Partnerstadt

Chiara Romanini (links) und Marina Pastore (rechts) sind waschechte Weidener Mädels mit italienischen Wurzeln. Zusammen mit Lehrerin Ursula Bock und anderen Keplerianern freuen sie sich über das Ergebnis ihrer Recherchen für einen Macerata-Reiseführer.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

(phs) Seit 1953 sind Macerata und Weiden Partnerstädte. Chancen, die jeweils andere kennenzulernen, gibt es also etliche. Eine der interessantesten liefern neun Kepler-Abiturienten mit ihrer Lehrerin Ursula Bock. Sie haben in anderthalb Jahren P-Seminar Italienisch einen Macerata-Reiseführer erstellt.

"Anfangs sollte es nur ein Leitfaden für Jugendliche sein, aber im Prinzip können ihn alle Altersklassen zur Hand nehmen", erklärt Bock. Am Rande der Partnerstadt-Begegnungen am Wochenende übergibt sie die ersten Exemplare des 30 starken Hefts im DIN-A-5-Format. Unter anderem an Bürgermeister Romano Carancini und Stadtrat Ulderico Orazi und OB Kurt Seggewiß.

"Bis auf die Sportmöglichkeiten haben wir alles vor Ort recherchiert", sagt Marina Pastore, eine der Autorinnen. Einige Gymnasiasten waren im September eine Woche in den Marken, um Material zu sammeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es reicht von Tipps zu Unterkünften über Sehenswürdigkeiten und Museen bis zum Nachtleben, die sich die Keplerianer unter anderem bei Macerateser Studenten holten.

"Wir wollten auch zeigen, dass Macerata etwas zu bieten hat und nicht nur mit Erdbeben in Verbindung gebracht wird", erklärt Chiara Romanini. Erste Erfolge zeigen sich schon, sagt Chiara. "Meine Mama hat erzählt, dass unsere Siedlergemeinschaft Krumme Äcker überlegt hat, mal über Macerata zu reisen." Dann sollte sie bequemes Schuhwerk mitnehmen, rät der Kepler-Baedeker. "Der Weg in der Altstadt ist sehr steil und mit Pferdetreppen versehen."

Wer lieber daheim bleibt, bekommt von den Gymnasiasten die Chance, Macerata mit zwei lokaltypischen Rezepten zu erschmecken: "Vincisgrassi", eine Art Lasagne und "Ciambellone", ein Kuchen mit Zitronenaroma. Apropos: Ihr Projekt haben Ursula Bock und ihre Schüler über Kuchenverkäufe an ihrer Schule mitfinanziert. Auch die Stadt und der Städtepartnerschaftsverein haben Zuschüsse gegeben. Von italienischer Seite half das Tourismusbüro.

Ein wichtiger Ratgeber, Koordinator und Themenlieferant in den Schulstunden war Norbert Wittmann vom Städtepartnerschaftsverein, der einige Zeit in Macerata gelebt hat. Ihn und Ulderico Orazi haben die Schüler auch zu Interviews gebeten, Ihre ganz persönliche Sicht auf Weiden, Macerata, Deutschland und Italien, verleiht dem Reiseführer eine individuelle Note. Noch gibt es ihn nur in geringer Auflage. Die Keplerianer stellen ihre Text- und Bilddateien aber dem Partnerschaftsverein und dem Tourismusbüro in Macerata zur Verfügung. Gut möglich, dass die bald einen Nachdruck angehen.




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