25.08.2021 - 15:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Meinung zu Covid-Medikamenten: Menschenrecht auf Corona-Therapie

Lutschpastillen gegen die Krankheit – sieht so eine wirksame Behandlung von mit Covid infizierten Menschen aus? Nein. Corona-Patienten haben ein Menschenrecht auf eine effiziente Therapie. Ein Kommentar von Clemens Fütterer.

Eine Ärztin am Charité Virchow-Klinikum bereitet eine Infusion mit dem Medikament Casirivimab vor. Mit dieser Therapie werden mit Covid-19 infizierte Patienten behandelt.
von Clemens FüttererProfil
Kommentar

Die Corona-Pandemie legte die strukturellen, staatlichen Defizite und Schwachstellen in Deutschland offen. Besonders die zähen, endlosen Verfahrenswege bei der Zulassung von Medikamenten für die Corona-Therapie lösen Frust aus. Fast zwei Jahre nach dem Ausbruch gibt es noch immer kein „offizielles“ Arzneimittel für erkrankte Patienten: Obwohl die Praxis durchaus Behandlungserfolge mit bestehenden Medikamenten zeigt, wie renommierte Wissenschaftler betonen. So müssen sich mit Covid-19 infizierte Menschen schon mal mit banalen Präparaten bis hin zu Lutschpastillen begnügen. Sieht so eine wirksame Versorgung aus, auch im Hinblick auf Covid-Langzeitfolgen?

Wie gegen Windmühlen kämpft ein Landtagsabgeordneter aus der nördlichen Oberpfalz für die Therapie von Corona-Erkrankten. Erst auf seinen Impuls hin raffte sich die Staatsregierung zu ihrer Therapie-Strategie auf. Die 58 Millionen Euro dafür erscheinen angesichts der Freistaats-Milliarden für direkte und indirekte Corona-Folgen jedoch ziemlich mickrig. Dem MdL aus dem Stimmkreis Tirschenreuth platzt langsam der Kragen: Auch gegenüber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der lieber abwartet und beobachtet.

Dass die Gesundheit alles relativiert, stellt eine schlichte Erkenntnis dar. Die Corona-Patienten haben ein Menschenrecht auf eine effiziente Therapie. Die galoppierende Bürokratie und eine Inflation von Regularien lähmen inzwischen unser Land.

Oberpfälzer CSU-Abgeordneter Tobias Reiß sauer auf Jens Spahn

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.