Weiden in der Oberpfalz
25.07.2021 - 17:46 Uhr
OnetzPlus

Meinung zu Diversität in Unternehmen: Frauen an die Macht

Noch immer gibt es viel zu wenige Frauen in Führungspositionen in deutschen Unternehmen. Das liegt auch an einem Argument, das eher ein Vorwand ist, damit die Männer schön unter sich bleiben. Ein Kommentar von Julian Trager.

Kommentar von Julian Trager
Viele Männerbeine, nur zwei Frauenbeine: Die Führungsebenen der großen deutschen Unternehmen werden noch immer von Männern dominiert. Symbolbild: Rainer Jensen/dpa
Viele Männerbeine, nur zwei Frauenbeine: Die Führungsebenen der großen deutschen Unternehmen werden noch immer von Männern dominiert.

Immer wenn es darum geht, Frauen in Führungspositionen zu verhindern, liest man dasselbe Argument. Es gehe um die Leistung, der Bessere solle den Job bekommen. Klingt ja erstmal richtig – ist aber nicht die Realität, sondern nur ein Vorwand, damit die Männer weiter schön unter sich bleiben können. Denn ginge es um die Leistung, müssten viel mehr Frauen in den Chefetagen der Unternehmen und Institutionen in Deutschland sitzen als das jetzt der Fall ist.

Der Frauenanteil im Vorstand der 160 Unternehmen aus Dax, MDax und SDax liegt laut einer Studie der Allbright-Stiftung bei 12,6 Prozent. In der Coronakrise sei der Frauenanteil in den Dax-Vorständen sogar gesunken. Laut der Stiftung greifen die Unternehmen auf Gewohntes, Vertrautes und „Altbewährtes“ zurück – sie setzen auf Männer.

Sind Männer also wirklich die besseren Manager und Macher? Nein, natürlich nicht. Siehe die Ex-Wirecard-Vorstände Markus Braun und Jan Marsalek, Ex-Audi-Chef Rupert Stadler oder einfach nur alle DFB-Präsidenten zuletzt.

Die Witt-Gruppe in Weiden zeigt seit Jahren, dass es auch anders geht. Seit rund einem Vierteljahrhundert sitzt dort eine Frau im Vorstand, zuletzt wurde auch der Frauenanteil in den darunter liegenden Führungsebenen aufgestockt. Das ist gut. Generell gilt: Vielfalt ist positiv, im Sportverein wie im Unternehmen. Die Vielfalt der Geschlechter, der Herkunft, der Sexualität bringt Neues, bricht mit der alten Begründung "Das haben wir schon immer so gemacht".

OnetzPlus
Weiden in der Oberpfalz25.07.2021
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.