Das Leben mit Behinderung ist sicherlich einschränkender als das ohne. Trotzdem ist Mitleid gegenüber den Betroffenen selten eine angemessene Reaktion. Mitleid hilft schließlich nur dem, der vermeintlich „mitleidet“ – und zwar dabei, sich besser zu fühlen. Mitleid erzeugt oft die Illusion, man hätte etwas für die Welt getan. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall: Statt Barrieren zu überwinden, zieht man damit zusätzlich eine Mauer hoch.
Wir sind auf einem guten Weg in Richtung Inklusion: Menschen mit Beeinträchtigung werden mehr und mehr gesehen und gehört. Doch „sichtbar“ allein reicht nicht. Wir müssen verstehen: Ein Leben mit Behinderung ist vor allem deshalb einschränkender, weil die Rahmenbedingungen schwer sind. Kindergärten, Schulen, Arbeitsmarkt – und nicht zuletzt der Alltag – sind längst nicht so inklusiv, wie wir gern glauben wollen.















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