Weiden in der Oberpfalz
20.03.2022 - 17:28 Uhr
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Meinung: Mitleid ist kein guter Ratgeber auf dem Weg zu mehr Inklusion

Der Weg zur Inklusion ist noch weit. Menschen mit Behinderung brauchen Respekt statt Mitleid, das fordert Maria Oberleitner in ihrem Kommentar.

Kommentar von Maria Oberleitner
Der Weg zur Inklusion ist in Deutschland noch weit. Symbolbild: Christin Klose/dpa
Der Weg zur Inklusion ist in Deutschland noch weit.

Das Leben mit Behinderung ist sicherlich einschränkender als das ohne. Trotzdem ist Mitleid gegenüber den Betroffenen selten eine angemessene Reaktion. Mitleid hilft schließlich nur dem, der vermeintlich „mitleidet“ – und zwar dabei, sich besser zu fühlen. Mitleid erzeugt oft die Illusion, man hätte etwas für die Welt getan. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall: Statt Barrieren zu überwinden, zieht man damit zusätzlich eine Mauer hoch.

Wir sind auf einem guten Weg in Richtung Inklusion: Menschen mit Beeinträchtigung werden mehr und mehr gesehen und gehört. Doch „sichtbar“ allein reicht nicht. Wir müssen verstehen: Ein Leben mit Behinderung ist vor allem deshalb einschränkender, weil die Rahmenbedingungen schwer sind. Kindergärten, Schulen, Arbeitsmarkt – und nicht zuletzt der Alltag – sind längst nicht so inklusiv, wie wir gern glauben wollen.

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Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach20.03.2022
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