Die Wahl hat die SPD noch lange nicht gewonnen – zu eng ist das Rennen, zu oft haben sich die Demoskopen zuletzt geirrt. Und doch ist die Partei schon ein Sieger dieses Wahlkampfs. Nach Jahren der Verluste ist sie zurück als ernstzunehmende politische Kraft, wird sie vom politischen Gegner nicht mehr bemitleidet, sondern bekämpft.
Das Comeback der SPD allein auf die Schwäche der anderen zu schieben, greift zu kurz. Sicher: Laschets Lacher an falscher Stelle hat geholfen, genau wie Baerbocks Bücherpanne.
Doch das alleine bringt keine Stimmen. Es hat sich für die SPD als richtig erwiesen, beim Zug in den Wahlkampf nicht dem Genderstern zu folgen, Wahlkampf für Social-Media-Blasen zu machen, die im realen Leben kaum Bedeutung haben.
Das bedeutet nicht, dass den Menschen gerechte Sprache unwichtig ist. Noch wichtiger sind aber eine bezahlbare Wohnung und ein Job, von dem man leben kann. Olaf Scholz scheinen einige zuzutrauen, den Worten Taten folgen zu lassen. Dass dem spröden Norddeutschen Entertainer-Qualitäten abgehen, fällt weniger ins Gewicht. Angesichts der jetzigen Bundeskanzlerin überrascht das kaum.























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