Investitionsprojekte haben es nicht leicht in der Nordoberpfalz. "Nachhaltigkeit" lautet das Modewort, neue Fabriken oder Industriegebiete lassen sich damit kaum vereinbaren. Und so scheiterten solche Projekte zuletzt mehrfach am Widerstand von Anwohnern und Umweltschützern.
Dass sich Wirtschaftsvertreter hierüber große Sorgen machen, ist nachvollziehbar. Und die Mahner haben ja Recht: Es geht nicht ohne Investitionen und nicht jeder Baum ist schützenswert - gerade nicht in der eher waldreichen und dünn besiedelten Nordoberpfalz.
Allerdings: Auch die Vertreter der Wirtschaft müssen sich Kritik gefallen lassen. Denn während die Naturschützer den Ton angeben und ihre Sache sehr gut vermarkten, gibt die Gegenseite kein gutes Bild ab. Logisch: Auch Unternehmen und Unternehmer sind gerade um ein grünes Image bemüht - da passt es nicht, wenn man sich für ein Gewerbegebiet stark macht.
Dabei gäbe es gute Argumente: Im Falle der Ziegler-Fabrik in Bärnau könnte man zum Beispiel die Frage aufwerfen, ob die Fläche nicht gut bebaut ist, wenn dort Holzhäuser entstehen, die einmal klimaschädliche Bauten aus Beton ersetzen könnten. Oder man könnte die Frage stellen, ob Flächenverbrauch im Norden der Oberpfalz wirklich dieselbe Bedeutung hat wie etwa im Münchener Speckgürtel. Anders als dort hat die Besiedelung etwa im Kreis Tirschenreuth zuletzt kaum zugenommen. Das sind Argumente, die überzeugen können - wenn man sich denn traut, sie auszusprechen.

















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