28.02.2019 - 17:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Meyer nicht mehr allein OB-Kandidat

Ein gutes Jahr noch. Dann stehen Kommunalwahlen an. In Weiden werden ein Oberbürgermeister und 40 Stadträte gewählt. Doch noch machen die Parteien große Geheimnisse um viele ihrer rund 200 Kandidaten auf voraussichtlich sieben Listen.

Nach SPD-Kandidat Jens Meyer ist Ali Daniel Zant der zweite Bewerber bei der Oberbürgermeister-Wahl in einem Jahr.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Am meisten Licht ins Dunkel kommt so nach und nach bei den OB-Kandidaten. Nachdem die Bewerbung von Bürgermeister Jens Meyer schon lange feststeht und die SPD ihn im Januar bereits offiziell nominiert hat, schickt auch "Die Linke" einen Kandidaten ins Rennen. Der 48-jährige Ali Daniel Zant bestätigte gegenüber Oberpfalz-Medien sein Interesse an der Spitzenkandidatur. Er rechnet mit zwei Sitzen für die "Linke". Und er ist überzeugt, dass er Stadtrat wird. Im Internet schreibt der gebürtige Tirschenreuther: "Meine ostbayerische Heimatstadt Weiden liegt mir sehr am Herzen. Für sie und ihre Bürger werde ich mich ab 2020 im Stadtrat mit vollem Elan einsetzen."

Auf eigene OB-Kandidaten verzichten dem Vernehmen nach die Grünen, FDP und Freie Wähler. Allerdings gibt es immer noch Überlegungen und entsprechende Gespräche, ob FW, FDP, Bürgerliste und CSU einen gemeinsamen Kandidaten unterstützen. Der würde nicht aus dem bisherigen Stadtrat kommen. Die Grünen hätten eine Lösung mit einer Frau unterstützt, sind jetzt aber laut Sprecherin Gisela Helgath erst einmal aus der "Koalition" ausgestiegen. Die Variante mit der sächsischen Sozialministerin und Weidener Ehrenbürgerin Barbara Klepsch hatte sich ja zerschlagen, nachdem diese für die Landtagswahl in Sachsen auf den sicheren Listenplatz zwei gewählt worden war (Oberpfalz-Medien berichteten). Neben einem Kandidaten aus dem Raum Neustadt/Tirschenreuth gibt es bei der CSU aber auch weiterhin einige Bewerber aus der Fraktion. Immer wieder genannt werden in diesem Zusammenhang Dagmar Nachtigall, Hans Blum, Hans-Jürgen Gmeiner oder Heiner Vierling. Dieser gilt inzwischen sogar als Favorit. Nicht auszuschließen sind aber auch der neue Fraktionsvorsitzende Markus Bäumler und Kreischef Stephan Gollwitzer.

Bei den Stadtratslisten sind vor allem die kleineren Parteien noch fleißig am Basteln. Dabei räumte Gisela Helgath ein, dass sie auch in Weiden den bundesweiten Schwung in Form neuer Mitglieder spüren, Bewerber für die Stadtratswahlen würden sich aber nicht unbedingt aufdrängen.

Bei der CSU und der SPD, bei denen bis auf die Sozialdemokraten Josef Gebhardt und Alois Schinabeck alle Stadträte wieder antreten, sind die Listen-Pakete so gut wie geschnürt. Offen ist bei der Union eben die ganz entscheidende Frage, wer OB-Kandidat wird und damit Platz eins belegt. Bei der SPD läuft die Listenaufstellung "ausgesprochen gut", sagt zumindest Parteichefin Sabine Zeidler. Für den 18. Mai ist die Nominierungsversammlung für die 40 Kandidaten vorgesehen. Der Feinschliff müsse noch geleistet werden. Dahinter steckt zum Beispiel der Kampf um Platz zwei. Ansprüche haben sowohl Zeidler als auch Fraktions-„Vize“ Hildegard Ziegler angemeldet. Wie zu hören ist, favorisiert die Fraktion die noch junge, aber erfahrene Ziegler für die Position hinter Spitzenkandidat Jens Meyer. Inzwischen zeichnet sich der Verzicht Zeidlers ab.

Zuwächse, vor allem von jungen Mitgliedern, vermelden Freie Wähler und auch die FDP. Letztere können auf ihrer Liste mit Unterstützung durch den neuen Landtagsabgeordneten Christoph Skutella rechnen.

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