03.01.2022 - 17:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Meinung: Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter zählen zu den stillen Coronahelden

Gesundheitsämter standen zuletzt mal wieder in der Kritik. Zu Unrecht, kommentiert Wolfgang Würth. Auch über die Feiertage leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort ihre Arbeit. Und mit Omikron wird diese wohl nicht leichter.

Ein PCR-Abstrich wird verarbeitet.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

In den nun bald zwei Jahren Coronapandemie sind schon häufiger Personen und Behörden in die Schusslinie geraten - oft genug, ohne etwas dafür zu können. Zuletzt waren es wieder einmal die Gesundheitsämter. Kritik gab und gibt es diesmal, weil die Mitarbeiter schuld sein sollen, dass am Vorabend der zu erwartenden Omikron-Welle keine belastbaren Zahlen zur Pandemie-Lage vorliegen.

Eine Nachfrage zeigt, dass die Kritik aber wohl vor allem grundlos ist. Denn während viele Betriebe und ihre Mitarbeiter über die Feiertage einen Gang runter geschaltet haben, organisieren die Gesundheitsämter schon das zweite Weihnachtsfest in Folge ihren Feiertagsnotdienst.

Dabei liegt hinter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die vielleicht anstrengendste Zeit überhaupt seit Beginn der Pandemie. Über Wochen explodierten die Fallzahlen, jeder dieser Fälle bedeutete für die Ämter Arbeit.

Zuletzt sanken die Zahlen - aber nur auf ein Niveau, das noch Anfang 2021 als höchst kritisch eingestuft worden wäre. Bevor es nun echte Entspannung und die Möglichkeit zum Durchatmen gibt, wissen die Beschäftigten in den Ämtern schon, dass es in den nächsten Wochen vermutlich nochmals mehr zu tun geben wird, als es in den letzten beiden Monaten 2021 der Fall war. Selbst wenn die Omikron-Variante weniger gefährlich und deshalb weniger arbeitsaufwändig für die Krankenhäuser sein sollte - für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ämtern bedeutet auch weiterhin jeder Fall Arbeit und Aufwand. Keine rosigen Aussichten also für die ersten Monate des neuen Jahres. Statt Kritik wäre besser ein Dankeschön angebracht.

Kein Rückstau bei den Gesundheitsämtern

Amberg

 

 

Kommentare

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Martin Pfeifer

Ein herzliches Danke an die Mitarbeiter der Gesundheitsämter, auch an die im Wege der Amtshilfe dorthin abgestellten Soldaten und Polizisten, für Ihre Tätigkeit. Kontaktnachverfolgung ist und bleibt während der Pandemie eine der wichtigen Maßnahmen zur Eindämmung. Und sicher macht es keinem Mitarbeiter Spaß, andere Leute mal eben so für 14 Tage in Quarantäne zu schicken.

Diese Leute haben auch ein Recht paar Tage Ruhe über Weihnachten und den Jahreswechsel. Gerade sie haben aufgrund ihrer Belastung Ruhe über Weihnachten und den Jahreswechsel verdient.

Die Aufregung über den Blindflug während der Weihnachtszeit war doch vorhersehbar. Das war doch schon letztes Jahr so. Die Aufregung sollte nur der Tatsache gelten, das die Gesundheitsämter nicht rechtzeitig personell verstärkt wurden.

03.01.2022