06.09.2018 - 11:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Mittagspause" mit Christian Lindner

FDP-Bundesvorsitzender am 4. Oktober zu Gast in Weiden. FDP-Kreisverband Weiden traf sich zur Delegiertenversammlung. Bezirksvorsitzender Ulrich Lechte sieht gute Chancen in Landtag einzuziehen.

Die Wahlplakate hängen, der Wahlkampf läuft auf Hochtouren. Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lechte (rechts) spricht bei der FDP-Kreisversammlung und unterstützt die Kandidaten Christoph Skutella und Oliver Mutterer.
von Helmut KunzProfil

Es sei ein befremdliches Gefühl, wenn man sich selber anschauen muss, beschrieb Christoph Skutella in der Versammlung des FDP-Kreisverbandes Weiden beim "Alten Schuster" seine Gefühle, wenn er an Wahlplakaten seiner Partei vorbeikommt, auf denen er für den Einzug in den Landtag wirbt. Darauf berief sich möglicherweise ein Spaßvogel, der Anfang der Woche sämtliche FDP-Plakate in der Vohenstraußer Straße umdrehte und mit der weißen Fläche nach vorn neu ausrichtete.

Das Verrückte daran sei, dass man den Unbekannten gar nicht anzeigen könne, sagte Dieter Pauly. „Er hat sie ja nicht entwendet, sondern an Ort und Stelle gelassen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir uns die Plakatierung überhaupt sparen sollten“, sagte Skutella. Er plädiere für Plakatwände. Die wäre ressourcen- und platzschonender. Leider spiele der Stadtrat nicht mit.

Die Weidener Liberalen werben mit 30 000 Flyern für die Landtags- und Bezirkswahl. Vor allem aber mit Christian Lindner, der am 4. Oktober zwischen 12 und 14 Uhr in der Max-Reger-Halle unter dem Motto „Mittagspause mit Christoph und Christian“ spricht. Bereits am 17. September referiert die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer über Familie und Beruf im Alten Eichamt. Am 20. September informiert Bundestagsabgeordneter Karsten Klein über den "soliden Haushalt".

Für den Wahlkampf werde man auch die sozialen Medien nutzen, erklärte Skutella. Auf die CSU war der Landtagskandidat nicht gut zu sprechen. „Die reden nur von Gutmenschen und Wutbürgern und alles was in der Mitte ist, lassen sie weg. Ich finde das fatal. Hier erwarten die Wähler mehr.“ In dieselbe Kerbe schlug auch der Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende Ulrich Lechte. Er kritisierte, dass die CSU sechs Wochen vor der Landtagswahl wieder einmal den Solidaritätszuschlag entdeckt habe, um ihn ersatzlos zu streichen, genauso wie es die FDP im Bundestagswahlkampf vertreten habe.

„Mir hätte das gefallen, wenn die CSU dies bei den Jamaika-Verhandlungen genauso gesehen und die Abschaffung gegenüber der Kanzlerin durchgesetzt hätte.“ Lechte sprach von „Wahlkampfmanöver der übelsten Sorte". "Aber denen fällt mittlerweile auch nichts anderes mehr ein.“

Ein weiterer Punkt, zu dem die Union im ersten Jahr dieser Legislaturperiode überhaupt nichts gemacht habe, sei das Einwanderungsgesetz, das im Übrigen die FDP bereits 1996 gefordert habe. Ein Versäumnis der Kanzlerin. "Das bringt das System in Gefahr." Lechte: „Dass die AfD überhaupt so erfolgreich sein kann, ist, dass die Leute da draußen das Gefühl haben, dass aus Berlin nichts kommt.“

Lechte über die Chancen der FDP bei der Landtagswahl: "Ich bin ganz sicher, dass wir reinkommen. Der Wähler ist ja nicht dumm."

Jerome Vezard und Christoph Skutella wurden im Anschluss als Delegierte für die Landesvertreterversammlung zur Wahl der Delegierten zum Europaparteitag gewählt.

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