21.10.2019 - 15:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nachwuchs sichert Zukunft der Vereine

Junges Engagement im Ehrenamt muss gefördert werden. Welche Wege Vereine zur Gewinnung von Nachwuchs einschlagen können, wurde beim Ehrenamtstreff auf Einladung des FC Weiden-Ost näher erläutert.

Vereine brauchen Nachwuchs. Wie sie ihn gewinnen können besprachen (von links) Reinhard Rengsberger, Hans Forster, Marcus Meier, Christopf Kellner und Franz Bäumler beim Ehrenamtstreffen beim FC Weiden-Ost.
von Reinhard KreuzerProfil

Die Förderung von jungem Engagement ist eine der wichtigsten Aufgaben. Unsere Gesellschaft entwickelt und verändert sich. Das erleben alle täglich, auch in Vereinen. Der Sportverein FC Weiden-Ost beweist, dass er ausgesprochen anpassungsfähig ist und versucht, die neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgreich für sich zu nutzen. Auf Initiative des Ehrenamtsbeauftragten Hans Forster lud er zum Ehrenamtstreff ins Sportheim ein. Viele Beauftragte aus dem Kreis Amberg-Weiden folgten der Einladung, um sich mit dem Thema der „Förderung von jungen Engagement im Ehrenamt“ auseinanderzusetzen.

Zweiter Vorsitzender Marcus Meier stellte den FC vor, dessen 1. Mannschaft derzeit auf dem 2. Platz in der Kreisliga liegt und am Aufstieg in die Bezirksliga arbeitet. 15 Mannschaften hat der Verein im Spielbetrieb, ein Schwerpunkt seien die Jugendteams. Aber auch hier werde es immer schwieriger Menschen und Betreuer als Nachfolger zu finden.

Bezirksehrenamtsreferent Reinhard Rengsberger stellte seinen Vortrag auf den Nachwuchs ab. Eckpunkte für eine engagementfreundliche Organisationskultur wie Partizipation oder Wertschätzung wurden dargestellt. Im Weiteren wurden die Phasen beschrieben, in denen freiwilliges Engagement meist abläuft. Und weil ohne Ehrenamt im Amateurfußball nichts läuft, seien es doch die Mitarbeiter in den Klubs, die den Kindern das Kicken beibrächten. Auch mähen sie den Rasen, waschen Trikots und Hosen, pumpen die Bälle auf und stehen im Eintrittshäuschen. Sie leisten einen enormen Beitrag zum Gemeinwohl. „Sport schafft soziale Bindungen, wir müssen in die Zukunft des Sports investieren, in junge Menschen, die künftig die Jugendleiter, Trainer, Kassiere oder Platzwarte stellen“, so der Referent.

Weiter sagte er, dass die Vorstandschaft eine offene Haltung gegenüber den jungen Engagierten bewahren sollte, die Kommunikation müsse auf Augenhöhe geschehen. Gleichzeitig sollten die jungen Menschen mitentscheiden können und Eigenverantwortung im verein übernehmen. Auch könnten Kinder aus anderen Zielgruppen mit einbezogen werden, etwa aus Schulen, Kindergarten oder Kulturvereinen. Sehr oft gewinne man Jugendliche über die neuen Medien, oder wenn sie sich an der Gestaltung der Homepage beteiligen, Newsletter erstellen oder Whatsapp-Gruppen eröffnen.

Zum Schluss tauschten sich die Anwesenden noch in einem Workshop aus.

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