Weiden in der Oberpfalz
10.05.2019 - 11:31 Uhr

"Naturally 7" begeistern mit a cappella

Eine Band, ganz ohne Band: "Naturally 7" begeistern über 600 Fans in der Max-Reger-Halle mit ihren vielseitigen Stimmen. Dazu sind keine Instrumente nötig.

Sie reißen 600 Fans von den Stühlen: Die US-amerikanische A-Cappella-Formation Naturally 7. Bild: Kunz
Sie reißen 600 Fans von den Stühlen: Die US-amerikanische A-Cappella-Formation Naturally 7.

Roger Thomas ist gebürtiger Engländer. Und als er als Bub mit seinem Bruder Warren nach New York kam, da fragten ihn seine neuen Mitschüler, welche Sprache man denn in England spreche. Das war er schon erstaunt. „In England! Das müsst ihr euch vorstellen!“ Natürlich ist diese launige Episode aus seinem Leben eine ideale Überleitung zu Stings ohrgängiger Ballade „Englishman in New York“.

Sie sangen schon im Madison Square Garden, an der Seite von Xavier Naidoo und Helene Fischer. Am Donnerstagabend traten „Naturally 7“ in der Max-Reger-Halle vor knapp 600 Fans auf. Michael-Jackson-Produzent Quincy Jones hatte das Septett einmal als "die beste A-Cappella-Band aller Zeiten" betitelt. Denn Thomas & Co. singen nicht nur einfach exzellente Harmonien, sondern spielen die Instrumente zu ihren knackigen und ausgeklügelten Arrangements mit dem Mund.

Tolle, verschmelzende Stimmen und kräftige, mitreißende Drum-Sounds ohne Schlagzeug. A-Cappella-Deluxe. Das unterscheidet „Naturally 7“ von anderen A-Cappella-Gruppen, die eben nur singen. Ihren Durchbruch feierten die Sieben als Supports bei der Welttournee von Michael Bublé. Seitdem traten die Stimmenwunder in 25 Ländern auf. Gegründet wurde das Ensemble vor 20 Jahren in Queens, New York. Zwei kommen aus England, einer aus Jamaika. Der Rest aus dem Big Apple.

Sie sind eine Band ohne Band. Das Weidener Publikum ist schier aus dem Häuschen. Einerseits wegen sehr einfühlsamer und sprachlich sensibel gestalteter Coversongs, wie „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel, wo sanfte, aber eindringliche Rhythmen dominieren. Auf der anderen Seite John Farnham’s finales, wildes, aber präzises „You’re the Voice“. Zu diesem Zeitpunkt hält es schon keinen mehr auf den Sitzen.

Ein professionell aufgezogener Liederabend. „Naturally 7“ stehen für Rythm ’n’ Blues, Hip Hop, Pop, Gospel und viel Funk. Täuschend echt sind die imitierten Instrumente: Gitarrensoli, Sequenzer, Bläser, Bässe und Drums im gesanglichen Dialog. Bei Bob Marley’s „One Love“ – „wir sind alle Menschen“ - glänzte dann auch der Publikumschor.

Sie reißen 600 Fans von den Stühlen: Die US-amerikanische A-Cappella-Formation Naturally 7. Bild: Kunz
Sie reißen 600 Fans von den Stühlen: Die US-amerikanische A-Cappella-Formation Naturally 7.
"One Love" von Bob Marley ist nur ein Superhit, den die Band ohne Band, also ohne Instrumente coverte. Bild: Kunz
"One Love" von Bob Marley ist nur ein Superhit, den die Band ohne Band, also ohne Instrumente coverte.
Natrually 7 und "The Sound of Silence" von Simon & Garfunkel. Bild: Kunz
Natrually 7 und "The Sound of Silence" von Simon & Garfunkel.
"One Love" von Bob Marley ist nur ein Superhit, den die Band ohne Band, also ohne Instrumente coverte. Bild: Kunz
"One Love" von Bob Marley ist nur ein Superhit, den die Band ohne Band, also ohne Instrumente coverte.
Der Sänger und sein Instrument - die eigene Stimme. Bild: Kunz
Der Sänger und sein Instrument - die eigene Stimme.
 
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