18.12.2020 - 11:23 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Naturbestattung am Waldfriedhof Weiden: Gebühren stehen zur Diskussion

Neue Baum- und Wiesengrabfelder sollen am Waldfriedhof Weiden in Zukunft Naturbestattungen ermöglichen. Doch welche Gebühren fallen dafür an? Über diese Frage wird der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag entscheiden.

Neben Erdgräbern – wie hier im Bild – und Urnengräbern soll es am Waldfriedhof in Weiden in naher Zukunft auch Flächen für Naturbestattungen geben. Welche Gebühren für die langjährige Nutzung erhoben werden, wird der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag entscheiden.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Eins schon mal vorneweg: Wenn es nach dem Willen der Verwaltung geht, werden die Gebühren für ein 15-jähriges Nutzungsrecht im Baum- und Wiesengrabfeld nicht wesentlich günstiger als für die 15-jährige Nutzung von Erdgräbern. Genau genommen sogar nur günstiger als für Erdgräber I. und II. Ordnung. Laut Sachstandsbericht zur Stadtratssitzung am kommenden Montag schlägt die Verwaltung nämlich vor, vorerst eine Gebühr von 519 Euro zu erheben. Das entspricht aktuell den Kosten für die 15-jährige Nutzung eines Erdgrabes III. Ordnung.

Die Begründung dafür: Feuerbestattungen nähmen zu und es gebe auch eine Tendenz hin zu pflegefreien Urnengrabstätten. Diesen Trend wollen die Experten im Rathaus nicht durch wesentlich günstigere Gebühren für die künftigen Naturbestattungen verstärken. Sie weisen aber zugleich darauf hin, dass 2021 eine Angleichung der Grabnutzungsgebühren für die anderen Urnengräber erfolgen soll, möglicherweise werde die Struktur der Grabnutzungsgebühren bei der nächsten Kalkulation sogar völlig verändert.

Aktuell werden für die 15-jährige Nutzung im Stadtfriedhof und im Waldfriedhof folgende Gebühren fällig: Für ein Erdgrab I. Ordnung 1041 Euro, für ein Erdgrab II. Ordnung 780 Euro, für ein Erdgrab III. Ordnung 519 Euro sowie für ein Urnengrab 468 Euro und für eine Urnennische 483 Euro. Für Grüfte reichen die Gebühren von 780 Euro (III. Ordnung) über 1563 Euro (II. Ordnung) bis zu 2607 Euro (I. Ordnung).

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Den Trend weg von Erdgräbern belegen laut Sachstandsbericht folgende Zahlen: 2486 Erdgräber und Grüfte sind auf Stadt- und Waldfriedhof derzeit ungenutzt. Allein 2020 wurden insgesamt 137 Gräber freigegeben, von denen nur eines wieder vergeben wurde. Im Gegensatz dazu wurden von den 24 aufgelösten Urnengräbern und -nischen insgesamt 17 wieder vergeben.

Nach Angaben der Stadtverwaltung müssen aber noch weitere Gebührenpositionen im Zusammenhang mit Beerdigungen neu angepasst werden. Ausschlaggebend dafür sind Preiserhöhungen der Weidener Bestattungsdienst GmbH, die vom Stadtrat bereits im Oktober mit den entsprechenden Dienstleistungen auf den Weidener Friedhöfen beauftragt wurde. Die Ausschreibung umfasste den Zeitraum von Anfang 2021 bis Ende 2022.

Auf dieser Fläche im Waldfriedhof und weiteren, die noch vorbereitet werden, sollen in Zukunft anonyme, halbanonyme oder auch persönliche Naturbestattungen möglich sein. Über die Nutzungsgebühren dafür entscheidet der Stadtrat in der nächsten Sitzung.

 

 

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