- Was: Kabarett "Operation HEIL!Kräuter" mit Sebastian Schlagenhaufer und Ramon Bessel
- Wann: Samstag, 28. März, um 19 Uhr; Einlass ab 17.30 Uhr
- Wo: "Kulturbahnhof Parapluie" in Weiden
Sebastian Schlagenhaufer und Ramon Bessel verleihen mutigen Kabarettisten und Kabarettistinnen aus der Zeit des Nationalsozialismus wieder eine Stimme. Am Samstag, 28. März, sind die beiden um 19 Uhr im "Kulturbahnhof Parapluie" in Weiden mit ihrem Programm "Operation HEIL!Kräuter" zu Gast.
„Der Herr Hitler kann froh sein, dass er nicht Kräuter heißt. Sonst müssten wir immer Heil Kräuter rufen“, so soll es Karl Valentin in den 1940er Jahren auf der Bühne gesagt haben. Ein Scherz, der zu Zeiten des Dritten Reichs nicht ungefährlich war. Doch trotz allem Druck und aller Gefahr – zahlreiche Kabarettistinnen und Kabarettisten schafften es, das Nazi-Regime offen oder zwischen den Zeilen zum Gegenstand ihrer Satire zu machen. Nicht wenige wurden deshalb mit einem Berufsverbot belegt – was noch die glimpfliche Variante war. Einige landeten auch in den Konzentrationslagern, und selbst dort versuchte mancher noch, seiner Kritik mit Humor Ausdruck zu verleihen.
Wieder andere Künstler und Künstlerinnen, meist mit jüdischem Hintergrund, verließen Deutschland. So finden sie sich ab Ende der 30er Jahre in aller Welt verstreut. Aus der Not heraus und trotz sprachlicher Barrieren entstanden dadurch deutsche Kabarettensembles hervorragender Qualität – unter anderem sogar in New York.
In „Operation HEIL!Kräuter“ präsentieren Sebastian Schlagenhaufer und Ramon Bessel ausgewählte Chansons, Texte und kurze Szenen aus Bühnenprogrammen verschiedener mutiger Kabarettisten dieser Zeit, von den "Münchener Nachrichtern" um Helmut Käutner über Werner Finck, kreativer Kopf der "Berliner Katakombe", Fritz Grünbaum und dem "Wiener Werkel" bis hin zum Exil-Kabarett in den USA. Ergänzt wird das Programm um Hintergründe zum Leben, Wirken und Schicksal der Akteure. Ramon Bessel lässt am Klavier die 30er Jahre musikalisch lebendig werden.
Der Eintritt ist frei, eine würdigende Hutspende wird erbeten.













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