21.02.2020 - 16:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neben Grippe auch Fälle von Keuchhusten in Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN

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Das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt/WN zählt in der dritten Februar-Woche 82 Fälle von Influenza. Zum Faschingsendspurt mit vielen Festln und Straßenumzügen könnten es noch mehr werden. Auch andere Infektionskrankheiten häufen sich.

Die Grippewelle nimmt Fahrt auf.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Das bevorstehende Faschingswochenende könnte der Ausbreitung der Influenza ("echte Grippe") einen Schub geben. Erfahrungswerte und die Statistiken des Gesundheitsamtes Weiden-Neustadt/WN am Landratsamt bestätigten das in der Vergangenheit. Zum Freitag lag die Zahl der an Grippe erkrankten Personen bei 82, wie Amtsarzt Dr. Thomas Holtmeier auf Anfrage mitteilte. Damit stieg die Zahl der Infizierten weiter an. Einen auffälligen Sprung um 34 gab es Ende Januar von 44 auf 78 Fälle Anfang Februar.

Menschenansammlungen und das nasskalte Wetter begünstigen offenbar auch andere Infektionskrankheiten. So wurden dem Gesundheitsamt vermehrt Fälle von Keuchhusten gemeldet. Die ansteckende Atemwegserkrankung wird durch Bakterien ausgelöst und überwiegend durch Tröpfcheninfektion übertragen. Wer nicht geimpft ist, kann dennoch Überträger der Krankheit sein.

Auch Fälle von Noroviren/Gastroenteritis gebe es im Moment einige. Das Coronavirus sei hingegen kein Thema, so das Gesundheitsamt. In allen Fällen gilt: Kontakt mit Kranken vermeiden und vermehrt auf Hygiene achten.

Grippefälle in Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN

Neustadt an der Waldnaab
Info:

Auf Hygiene achten

Die Influenza wird hauptsächlich über virushaltige Tröpfchen in der Atemluft und indirekt über verunreinigte Gegenstände oder Hände übertragen. Vor allem über die Hände finden die Noroviren ihren Weg. Man spricht von einer Schmierinfektion. Um in beiden Fällen das allgemeine Infektionsrisiko für sich zu reduzieren, rät das Gesundheitsamt Weiden am Landratsamt Neustadt/WN zu folgenden Maßnahmen:

Influenza:

-Regelmäßiges Händewaschen.

-Regelmäßiges Lüften.

-Abstand halten (z. B. Verzicht auf Händeschütteln, Umarmungen).

-Ungeimpfte und individuell besonders gefährdete Personen sollten sich von Erkrankten nach Möglichkeit fernhalten.

-Nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge husten.

-Erkrankte Personen sollten sich am besten zu Hause auskurieren und Menschenansammlungen meiden und es auch vermeiden, Angehörige in Krankenhäusern oder Altenheimen zu besuchen.

Norovirus:

-Waschbecken, Türgriffe und Böden regelmäßig, am besten mit Einmaltüchern, reinigen.

-Möglichst eigene Hygieneartikel und Handtücher verwenden.

-Kranke sollten keine Speisen für andere zubereiten. (shl)

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