22.10.2018 - 16:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neue Kirchenvorsteher in Weiden: Losglück und große Aufgaben

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ein historisches Ereignis und "richtig viel Spannung" - die Protestanten der Stadt haben sich die Wahl der Mitglieder des Kirchenvorstands nicht leicht gemacht.

Gut gelaunt verbringen Thomas Bäumler und Angelika Beddig-Jaeger den Wahlsonntag in St. Michael in Weiden.
von Julia Hammer Kontakt Profil

Und auf diese wartet gleich zu Beginn eine besondere Aufgabe. Bei einem ersten Treffen berufen die neuen Kirchenvorsteher weitere Mitglieder. Wie viele das sind, ist abhängig von der Größe der Gemeinde. "Bei kleinen sind es eine oder zwei Personen, in St. Michael, der größten Gemeinde im Dekanat Weiden, sind es drei", informiert Susanne Götte, Öffentlichkeitsreferentin im Dekanat Weiden.

Doch bis die Gewählten am vergangenen Sonntag in den späten Abendstunden endgültig feststanden, hieß es für manche Kandidaten: Zittern. "Bei der Auszählung wurde es richtig spannend: Wegen Stimmengleichheit musste an einer Stelle das Los entscheiden", erzählt Pfarrer Dominic Naujoks aus St. Markus in Weiden. 19,9 Prozent der Berechtigten gaben ihre Stimme ab, 90 Prozent von ihnen per Briefwahl. Alte Hasen sind unter den neuen Kirchenvorstehern nicht. "Die bisherigen Mitglieder haben nicht mehr kandidiert."

Über die höchste Wahlbeteiligung kann sich die Pfarrei Neunkirchen St. Dionysius freuen. 52,5 Prozent gaben ihre Stimme ab - dicht gefolgt von den Angehörigen der Pfarrei St. Peter und Paul in Mantel. Da waren es ganze 40,8 Prozent. "In beide Kirchenvorständen wurden drei erfahrene und zwei neue Kirchenvorsteher gewählt. Eine gute Mischung. Wir werden über das Thema Gottesdienste sprechen und über eine verstärkte Zusammenarbeit in unserer Dekanatsregion Süd-West nachdenken", betont Pfarrer Andreas Ruhs.

Um 22 Uhr hieß es in der Pfarrei St. Michael in Weiden: Das Ergebnis steht fest. "Mit der Wahlbeteiligung von rund 16 Prozent bin ich ganz zufrieden", resümiert Pfarrerin Stefanie Endruweit. "Wir hatten fantastische Kandidaten. Drei der Gewählten sind neu im Kirchenvorstand."

Auf eine "historische Wahl" blickt Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus der Pfarrei Rothenstadt-Etzenricht zurück. "Mit dem Wahlergebnis bin ich sehr zufrieden." Eine besondere Herausforderung erwarte die neuen Mitglieder bereits kommenden Herbst, denn da geht Pauckstadt-Künkler in den Ruhestand.

Offiziell werden die neuen Mitglieder am ersten und zweiten Advent in ihr Amt eingeführt. Dann heißt es erste einmal: Regularien klären: "Es werden in geheimer Wahl eine Vertrauensfrau oder ein Vertrauensmann und eine Stellvertretung gewählt. Zudem werden verschiedene Ausschüsse gebildet."

Das sind die Mitglieder des Kirchenvorstands:

Als Mitglieder des Kirchenvorstands werden die Gewählten in den kommenden sechs Jahren das Leben in den Gemeinde mitgestalten und sich sowohl für geistliche als auch rechtliche Belange einsetzen.

St. Michael: Thomas Bäumler, Angelika Beddig-Jaeger, Christopher Birner, Elisabeth Heider, Iris Hilburger, Martin Kießling, Dorothee Rühl, Sybille Wagner und Matthias Wellstein.

St. Markus: Sandra Farnbauer, Herbert Jung, Doris Kick, Witali Schledewitz und Hannelore Weber.

Bartholomäus Rothenstadt und Etzenricht: Kurt Beyser, Reinhard Brunner, Juliana Dotzler, Silke Greitzke, Robert Schätzler, Ernst Streloke, Doris Troglauer und Bianca Wager.

Neunkirchen St. Dionysius: Michael Dendorfer, Hans-Joachim Grajer, Daniela Klier, Michael Kraus und Hans Miederer.

St. Peter und Paul Mantel: Doris Borchardt, Annette Punzmann, Helga Steiniger, Harald Stengel und Rosemarie Uschold.

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