22.01.2019 - 11:19 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neuer Chef für den Stadtjugendring

Der Stadtjugendring steht vor einem Führungswechsel. Im Mai will Tobias Reichelt nach siebeneinhalbjähriger Amtszeit nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Der mögliche Nachfolger steht bereit - und er ist kein Unbekannter.

Florian Vogel (37) bewirbt sich um den Vorsitz.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Florian Vogel engagiert sich seit sechs Jahren im Vorstand des Stadtjugendrings (SJR). Der selbstständige Weidener Steuerberater erstattet häufig für den SJR Bericht im Rathaus, repräsentiert ihn auch bei vielen Aktionen und Veranstaltungen. "Er ist bei allen großen Entscheidungen dabei, unterstützt uns mit seinem betriebswirtschaftlichem Know-How", sagt Noch-Vorsitzender Reichelt. "Er wäre eine gute Wahl." Diese hätten die Delegierten des Jugendrings dann in der Frühjahrsvollversammlung am 16. Mai. Der Vorstand will Florian Vogel vorschlagen, weitere Bewerber für den Chefposten sind bisher nicht in Sicht.

Bereits bei einer Vorstandsklausur Mitte November, bei der Reichelt seine Teilnahme kurzfristig absagen musste, bot sich demnach Vogel als möglicher Nachfolger an. Die Arbeit in dem "coolen Team" bereite ihm großen Spaß, erklärt der 37-jährige Bewerber. Reichelt habe ihn damals als "Quereinsteiger" zum SJR gelotst. "Da wusste ich noch nicht viel vom Stadtjugendring", bekennt der zweifache Familienvater. "Je mehr ich aber mitbekommen habe, desto mehr habe ich gesehen, dass das eine sehr gute Geschichte ist." Und so habe er sich immer stärker eingebracht. "Jetzt will ich den nächsten Schritt gehen."

Wie der ebenfalls 37-jährige Reichelt einräumt, hatte er das Amt immer weniger mit seinen beruflichen Verpflichtung in Einklang bringen können: Mit seiner Familie lebt er in Tännesberg, pendelt aber täglich nach Regensburg, wo er als Firmenkundenbetreuer einer Bank arbeitet. Da die Amtszeit eines SJR-Vorsitzenden laut Satzung auf zehn Jahre begrenzt ist, wäre der Chefwechsel ohnehin in den nächsten zwei Jahren angestanden, stellt Reichelt fest. "Und es ist ja grundsätzlich schwierig, Bewerber dafür zu finden." Für ihn sei es daher keine Frage gewesen: "Wenn es einen gibt, der Ja sagt, dann trete ich ab."

Denn das könne er ruhigen Gewissens tun. "Die Finanzdiskussionen haben sich ganz erledigt, der neue Grundlagenvertrag steht. Der Stadtjugendring ist in einem sicheren Hafen." 2012 beerbte Reichelt - damals noch Chef der DJK Weiden - SJR-Vorsitzende Tanja Koller. Jetzt blickt er auf eine "schöne, ereignisreiche Zeit" im Jugendring zurück. Als größte Erfolge betrachtet er die vierte Stelle im Jugendzentrum und die Erhöhung der städtischen Zuschüsse für die Jugendverbände auf 38 000 Euro pro Jahr. Fazit: "Alles, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir erreicht."

Dem Jugendring bleibt Reichelt übrigens auch nach den Neuwahlen erhalten - als Delegierter des Bayerischen Sportbunds. Er schließt aus, nochmals ein Vorstandsamt zu übernehmen - denn "irgendwann muss es auch mal gut sein". In Tännesberg ist Reichelt Chef des SPD-Ortsvereins. Die Frage, ob er bei den Kommunalwahlen 2020 Ambitionen auf das Bürgermeisteramt hat, lässt er unbeantwortet: "Kein Kommentar."

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