Das katholische Militärpfarramt Weiden in der Major-Radloff-Kaserne hat wieder einen Pfarrer. Christoph Witczak wurde während der Bergwallfahrt in Amberg in das Amt eingeführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Über drei Jahre war der Posten unbesetzt. Mit dem jungen Geistlichen, der aus der Pfarrei Weißenburg-Gunzenhausen in der Diözese Eichstätt kommt, kehrt nun wieder mehr Leben in die Militärseelsorge ein.
Das Militärpfarramt in Weiden ist zuständig für die Standorte Weiden, Pfreimd, Oberviechtach, Kümmersbruck und Grafenwöhr. So war die Erleichterung groß, als die Dienststelle nun endlich wieder nachbesetzt werden konnte, um die mehr als 4000 Soldatinnen und Soldaten zu betreuen. Im September ist er an der Dienststelle angekommen. Die Amberger Soldatenfußwallfahrt auf den Maria-Hilf-Berg gilt als die größte im gesamten Bundesgebiet der Militärseelsorge. Mehr als 1000 Teilnehmer waren dabei, unter anderem der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck, zugleich Bischof von Essen, sowie Generalvikar Reinhold Bartmann, der bereits zum 25. Mal teilnahm. Militärbischof Overbeck und Militärdekan Arthur Wagner aus München führten Witczak in sein Amt ein.
Der gebürtige Pole wuchs in Kutno auf und studierte an der katholischen Universität in Warschau und ist somit ausgebildeter Diplom-Theologe. Seine Priesterweihe war am 27. März 2006 in Bamberg durch Erzbischof Ludwig Schick. Nach einigen Stationen als Kaplan wurde er Dekanats-Jugendseelsorger und Pfarrer in Schelldorf, später Diözesanjugendseelsorger und Domvikar in der Diözese Eichstätt. Über zehn Jahre war er Ansprechpartner für junge Leute. Zuletzt war er über fünf Jahre Priester in der Pfarrei Gunzenhausen. Unterstützung bei seinen neuen Aufgaben erhält er von Diakon Herbert Sturm aus Moosbach.
„Wir sind sehr dankbar, wieder einen Militärgeistlichen in den Reihen zu haben, der das Herz am rechten Fleck trägt“, sagte Pfarrgemeinderatssprecher Stabsfeldwebel Anton Kappl aus Pfreimd. Er überreichte Witczak einen kleinen Korb mit regionalen Köstlichkeiten. Auch der Bundesvorsitzende des Katholikenrates in der Bundeswehr, Oberstleutnant Gereon Gräf aus Weiden, sprach von einem Glückfall für die Weidener Dienststelle. Er sei froh, dass an seinem Heimatstandort wieder Militärseelsorge praktiziert und mit Witczak auch wieder gelebt werde. Weiter überreichte er Militärgeneralvikar Bartmann, ein gebürtiger Oberpfälzer, für seine 25. Wallfahrt auf dem Mariahilf-Berg ein Geschenk.
Der neue Militärpfarrer Witczak freute sich über die herzliche Aufnahme. Er sprach von einem großen Wunsch und auch ein Stück weit Erfüllung, dass er bei der katholischen Militärseelsorge dienen darf. Seinen Dank für ein „gemachtes Haus“ sprach er auch an seinen Vorgänger aus, dem jetzigen stellvertretenden Militärdekan Alexander Prosche.
Militärpfarramt Weiden
- zuständig für die Standorte Weiden, Pfreimd, Oberviechtach, Kümmersbruck und Grafenwöhr
- mehr als 4000 Soldatinnen und Soldaten werden betreut













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