Weiden in der Oberpfalz
29.07.2018 - 12:12 Uhr

Nick wird 60, Perry Rhodan gratuliert

Comic-Fans aus ganz Deutschland treffen sich beim Weidener Comic-Club. Die Zusammenkunft steht im Zeichen eines runden Geburtstags.

Uli Narr, der Vorsitzende des Weidener Comic-Clubs (links), und Perry-Rhodan-Experte Gerhart Renner gratulieren "Nick dem Weltraumfahrer" mit einem eigens angefertigten Poster zum 60. Geburtstag. Bild: Kunz Kunz
Uli Narr, der Vorsitzende des Weidener Comic-Clubs (links), und Perry-Rhodan-Experte Gerhart Renner gratulieren "Nick dem Weltraumfahrer" mit einem eigens angefertigten Poster zum 60. Geburtstag. Bild: Kunz

Weiden. (uz) „Nick der Weltraumfahrer“ wird 60. Und der drei Jahre jüngere Perry Rhodan gratuliert auf einem eigens angefertigten Poster. Unter den weiteren Gratulanten: Gucki der Mausbiber, der drei Meter große Halute Icho-Tolot, Atlan der Arkonide. Und natürlich Gerhart Renner aus Köln. Uli Narr, Vorsitzender des Weidener Comic-Clubs, hat den Nick- und Rhodan-Experten zum dreitägigen Sommertreffen eingeladen. Ein weiterer Aspekt des Treffens: Nick-Erfinder Hansrudi Wäscher wäre heuer 90 Jahre alt geworden.

„Ich habe mit Nick und Perry Rhodan das Lesen gelernt“, erzählt der leidenschaftliche Comic-Verehrer Renner. Er war es, der bei Gesprächen auf der Frankfurter Buchmesse die Verbindung zwischen den beiden Superhelden hergestellt hat. Denn "Nick der Weltraumfahrer" ist eigentlich ein Comic-Star, während Perry Rhodan ein Romanheld ist. Gezeichnet wurde das Bild von Swen Papenbrock.

Narr bringe und halte die Comic-Szene zusammen, lobt Renner. Er hat die Fans von Donald Duck bis zum Urwaldhelden Tibor in die Oberpfalz geholt. Heuer sind es 85 Fanclub-Mitglieder und Fachexperten aus ganz Deutschland. Renner zeichnet für die Themen verantwortlich. Er ist fachkundiger Reisender in Sachen Comics.

Hansrudi Wäscher hatte 1958 von seinem Verleger den Auftrag bekommen, ein Weltraumabenteuer zu zeichnen. Grund: Die Sowjets hatten ihren „Sputnik“ ins All geschossen. „Deshalb tritt Nick auch in einem roten Kostüm auf, obwohl er kein Russe ist.“ Nick, der in späteren Comics nur noch als "der Weltraumfahrer" bezeichnet wurde, heiße – was nur im ersten Teil vorkomme - Nick Steel, was auf seine amerikanische Herkunft hindeute.

1961 sei er der Wegbereiter für Perry Rhodan gewesen, den es ohne Nick wohl nie gegeben hätte. Ursprünglich sollten 30 Heftchen eherauskommen. „In Kürze erscheint der 3000. Band.“ Damit sei Perry Rhodan die längste Science-Fiction-Serie der Welt unter den Romanen.

„Ich will den weitangereisten Leuten nicht nur Weiden, sondern auch die herrliche Umgebung präsentieren“, meinte Narr. Deshalb besichtigten die Comic-Freunde das Regensburger Schloss St. Emmeram und das Schlosscafe von Fürstin Gloria, schipperten auf der Donau zur Wallhalla und schlossen sich einer Führung durch den Regensburger Dom an. Bei einer Comic-Börse wurde gefachsimpelt, gekauft und getauscht.




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