24.07.2019 - 17:19 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

NOC: So sieht es von innen aus

Das NOC geht in zwei Monaten an den Start. Fondara gibt Oberpfalz-Medien einen Einblick in eine fast fertige Shopping Mall.

von Stefan Zaruba Kontakt Profil

Vermutlich hat Centermanagerin Reinhild Holthaus an diesem Dienstag als einzige schon die Weihnachtsdeko vor Augen. Zusammen mit Fondara-Vorstand Thomas Schumacher gewährt sie Oberpfalz-Medien einen Einblick ins Innenleben des Nordoberpfalz-Centers. Ein Blick hinter eine Fassade, der zeigt, dass das NOC zwei Monate vor der Eröffnung weit mehr ist als Fassade.

Apropos: Die Fassadengestaltung ist der Teil der Arbeiten, den Passanten am besten beobachten können. In der Ringstraße lagern hinterm Bauzaun palettenweise Keramikstelen. Dabei scheinen schon alle Plätze an der graphitgrauen Außenhaut belegt. Allerdings, so berichtet Schumacher beim Blick in das Parkdeck, das mit einer Oberflächenbehandlung des Bodens gerade den letzten Schliff erhält, würde eben dieses Parkdeck nun auch mit Stelen versehen. Zusätzlich würden an der gesamten Fassade noch einzelne zusätzliche Elemente eingebaut. "Das wird noch aufgemessen. Es gibt ja Toleranzen im Rohbau", erklärt der aus München angereiste Bauherr. "Dann kommen die übrigen Stelen."

NOC auf der Zielgerade: das Video

Stelen beleuchtet

Schumacher berichtet noch einmal von der flächigen Wirkung der weißen Stäbe, an denen sich die Geister scheiden. Diese seien im unteren Bereich kleiner und dichter, weiter nach oben größer, aber luftiger angeordnet. Tagsüber würden die Keramiken das Sonnenlicht auf besondere Weise reflektieren. Nachts ist eine Beleuchtung im Spiel. Abseits der Fenster seien Lampen hinter den Stelen verbaut, die diese auch in farbiges Licht tauchen können. Zum Beispiel in der Adventszeit. "Wir wollen für Weihnachten eine farbige Beleuchtung haben."

Eröffnung von TK Maxx verzögert sich

Weiden in der Oberpfalz

Da ist er wieder, dieser Blick über den 26. September hinaus. Ein Eröffnungsdatum, an dem noch Zweifel kursieren. Zu wenig drang bisher über den Stand der Arbeiten nach draußen, zu spärlich ist für Außenstehende der Blick ins Innere durch die wenigen Eingänge, an denen Wachleute prüfen, wer ein- und ausgeht. Derzeit sind es unter anderem Metallbauer und Glaser. Löcher werden gebohrt für letzte Teile der Geländer auf den Stockwerken, in einem der Atrien schnarrt ein Winkelschleifer, Funken regnen herab. Auf Transportwagen rollen böckeweise riesige Glastafeln herein.

Größe beeindruckt

Der erste Eindruck beim Gang durch die Ladenpassagen ist: beeindruckend. Die Shopping Mall wirkt innen weitaus größer als von außen zu erwarten ist, eine Mischung aus gotischer Kathedrale und Kreuzfahrtschiff. In den Passagen wirkt die Tiefe des Raums, an den Atrien mit Rolltreppen erstaunt die Höhe vom Untergeschoss bis zu den Glasdächern, welche durch ihre Trapezform futuristische Blickfänge darstellen. Zum Teil trägt die Raumhöhe zum Eindruck bei. Schumacher nennt 3,80 Meter in den oberen Stockwerken und noch 3,65 Meter im Untergeschoss. Dadurch ist auch der Toilettenbereich großzügig ausgefallen, zudem stylisch beleuchtet und mit der doppelten Zahl an Damen-WCs ausgestattet, um Schlangen zu vermeiden.

Die erste Orientierung fällt schwer, was eben an der schieren Größe und der Vielzahl unterschiedlicher Raumzuschnitte liegt. Reinhild Holthaus hat da ein Rezept gefunden, um sich nicht zu verlaufen: der Aufzug als Anker. "Wenn man nicht den Lift nimmt, kann man schon woanders rauskommen, als man denkt." Wohlgemerkt: auf der Baustelle. Denn noch sind die fertigen Rolltreppen mit Planen abgedeckt. Die Fliesenböden sind zum Schutz mit Filz, Türen und Edelstahl-Handläufe mit Kunststoff überzogen. Im Betrieb setzt das NOC auf ein paar Tricks, damit sich Kunden zurechtfinden. Thomas Schumacher zeigt ein Beipiel: Gegenüber dem Aufzug werden Wände mit Kacheln verkleidet. Diese sind nicht nur im Hintergrund beleuchtet, sondern je nach Stockwerk unterschiedlich geformt, um zu signalisieren: richtige Etage, aussteigen.

Mieter und Meilensteine: Das NOC Weiden

Weiden in der Oberpfalz

Alle zentralen Bereiche wie die Passagen, die Installationen und die Technik in den Katakomben wirken weitgehend fertiggestellt. Nun sei es an den einzelnen Mietern, die Läden einzurichten, berichten Schumacher und Holthaus. Einige sind bereits verglast, kleinere Nischen, die zum Beispiel für Gastronomie vorgesehen sind, sind noch komplett offen. Mit am weitesten gediehen scheinen tatsächlich die für TK Maxx reservierten Flächen zu sein, inklusive fast 30-stufiger Rolltreppe und knallrotem Portal.

Was steht noch an bis zum 26. September? Die Wasser- und Sanitärinstallation geht nach einem Check an den Start. Es gluckert derzeit an allen Ecken. Es folgen die Brandschutzabnahme und ein Großreinemachen. Danach will die Centermanagerin in einem auf Hochglanz polierten NOC ihre Gefühle mit Kunden teilen: "Es knistert. Es knistert, weil es so eine schöne Immobilie ist."

Hintergrund:

Feierliche Eröffnung

Fondara will das NOC nicht nur pünktlich seiner Bestimmung übergeben, sondern auch mit einem offiziellen Akt und einem Festprogramm. Am 26. September um 11 Uhr soll das Nordoberpfalz-Center seine Tore öffnen. Vor dem Eingang soll es bereits eine Bühne geben mit Musik und einem Moderator, der die ersten Gäste einstimmt. Dann wird feierlich ein rotes Band durchschnitten. Geplant sind einige Aktionen, darunter eine Verlosung.

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