17.09.2019 - 15:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Das NOC und der Verkehr

Nach der Eröffnung des Einkaufcenters NOC und des neuen Parkhauses in der nächsten Woche dürften sich die Verkehrsströme ändern. Und auch die Schadstoffe. Deshalb sollen diese an zusätzlichen Stationen gemessen werden.

Das Dauermessgerät an der Nikolaistraße. Im Jahr 2021, also ein gutes Jahr nach der NOC-Eröffnung sollen an zwei weiteren Standorten auch Schadstoff-Messungen durchgeführt werden.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Aber nicht unmittelbar. Zunächst sollen sich erst einmal die neuen Verkehrsströme einspielen. Deshalb sollen die Messungen von Stickstoffdioxid und Feinstaub ab Januar 2021 durchgeführt werden. Neben der bekannten Dauer-Messstelle an der Nikolaistraße sind als weitere Standorte auch die Bereiche Sedanstraße und Zufahrt zum Parkdeck Wolfram-/Luitpoldstraße vorgesehen. Die Kosten in Höhe von 30000 Euro sollen bereits im Haushalt 2020 Berücksichtigung finden.

Im Hauptverwaltungsausschuss zweifelte zunächst CSU-Fraktionschef Markus Bäumler die Sinnhaftigkeit solcher Messungen an. Und: "30000 Euro sind viel Geld." Kollege Hans Forster hatte die neuesten Messdaten mitgebracht und darauf hingewiesen, dass Weiden deutlich unter den Werten von Regensburg und Schwandorf liege. Für die zusätzlichen Messungen sprach sich Gabi Laurich (SPD) aus, ebenso Grünen-Fraktionschef Karl Bärnklau, der Veränderungen im Verkehr erwartet. 30000 Euro seien tatsächlich viel Geld, aber die Gesundheit der Bürger sei mehr wert, betonte er. Rainer Sindersberger (Bürgerliste) verwies auf die Besonderheit der Sedanstraße, bei der es im Gegensatz zur Nikolaistraße keinen Luft-Durchzug gebe. Er sprach sich dafür aus, in einem Jahr, wenn die neuen Verkehrsströme feststellbar sind, über die Messungen zu entscheiden. Dafür sprach sich schließlich auch Bäumler aus, der erklärte, auch ihm sei die Gesundheit der Bürger wichtig.

Die Stadt Weiden hat seit dem Jahr 2004 einen Luftreinhalteplan wegen Überschreitungen von Feinstaubwerten in den zwei Jahren zuvor. Seit der Aufstellung durch die Regierung sind keine Überschreitungen mehr aufgetreten. Die zulässigen Jahresmittelwerte für Stickoxide und Feinstaub wurden an der Messstation des Landesamtes für Umweltschutz in der Nikolaistraße deutlich unterschritten.

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Kommentare

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Ali Zant

Natürlich muss für den Schutz unseres Klimas in der Stadt auch Geld in die Hand genommen werden. Daher sind die geplanten Messungen absolut sinnvoll und gerechtfertigt. Die Bemerkung vom CSU Fraktionschef Bäumler, "Eine Menge Geld" ,die die Sinnhaftigkeit der Messungen anzweifeln soll, ist mir völlig schleierhaft. 30 000€ sind gut investiertes Geld in die Gesundheit unserer Bevölkerung.

17.09.2019