Was der Nockherberg für München, war das evangelische Gemeindehaus für Neunkirchen: Schauplatz eines sehr unterhalstamen Abends mit Bieranstich. Der CSU-Ortsverband Neunkirchen/Frauenricht hatte die „Bockzoiglgemeinde“ zu Gemütlichkeit und Gesprächen eingeladen. Hans Siller stand mit seinen Helfern am Ausschank, und Vorsitzender Norbert Uschald begrüßte zahlreiche CSU-Delegierte und Vereinsvorsitzende der befreundeten Verbände. Politische Reden waren nicht vorgesehen, dafür zahlreiche unterhaltsame Einlagen und musikalische Unterhaltung.
Tusch: Hans Dotzler spielte auf dem Akkordeon bekannte Weisen und Volkslieder. Uschald erinnerte daran, wie das Zoigl entstanden war. Der Zoiglstern als Handwerkszeichen bestehe aus zwei Dreiecken. Ein Dreieck stehe für die Elemente Wasser, Luft und Feuer, das andere für die Rohstoffe Malz, Hopfen und Wasser. Das Wort "Zoigl" stamme von "Zeiger", also den Hinweis "Hier gibt es demnächst Zoigl".
Das Bockzoigl der Brauerei Würth aus Windischeschenbach floss nun reichlich. Insbesondere das dunkle Bockzoigl mit 7 Prozent Alkohol oder auch das Helle mit 5,3 Prozent. Dann setzte sich Winfried Siller zu Hans Dotzler, um gemeinsam Stücke des Weidener Komponisten Werner Haschberger zu spielen wie „Was leichts is“, oder "Auf der Konradshöh“. Robert Müllbauer trug mehrere lustige und hintersinnige Geschichten vor wie „Vom Freibier zum Sozailismus“. Er stimmte humorvolle Lieder an, deren Refrain von allen mitgesungen wurde. Und dann nahm er einen kräftigen Schluck der dunklen, süffigen Brühe, und die Zuhörer prosteten sich zu.













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