05.08.2020 - 10:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nordoberpfälzer CSU-Abgeordnete wollen Gesamtkonzept für Berufliche Bildung

Der Agenturbezirk Weiden hat im bayernweiten Vergleich derzeit den geringsten Anstieg an Arbeitslosen. Dieser Trend soll sich fortsetzen, sind sich die Abgeordneten Christian Doleschal, Albert Rupprecht und Tobias Reiß einig.

Die Nordoberpfälzer Abgeordneten (von links) Christian Doleschal, Albert Rupprecht und Tobias Reiß sprechen mit dem Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit in Weiden, Thomas Würdinger (vorne, rechts) über den Arbeitsmarkt.
von Externer BeitragProfil

„Unsere Unternehmen konnten die ersten Monate der Pandemie gut wegstecken. Bestimmt haben die kurzfristigen Corona-Hilfen aus Berlin und München geholfen. Der eigentliche Trumpf unserer regionalen Wirtschaftsstruktur ist aber, dass wir mittlerweile sehr breit aufgestellt sind. So lässt sich auch der vergleichsweise gute Wert bei der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in den vergangenen Monaten erklären“, so Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht beim Arbeitsmarktgespräch in der Bundesagentur für Arbeit in Weiden.

Im Bayernweiten Vergleich hat der Agenturbezirk Weiden, zu dem die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt/WN und die Stadt Weiden gehören, den geringsten Anstieg an Arbeitslosen in den vergangenen zwei Monaten zu verzeichnen.

„Wir sind hier im Agenturbezirk Weiden in der glücklichen Situation, bayernweit den geringsten Anstieg in der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Während in Bayern die Arbeitslosigkeit durchschnittlich um rund 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr anstieg, haben wir vor Ort einen Anstieg von lediglich 29,6 Prozent“, sagte Agenturchef Thomas Würdinger.

Hintergrund des Gesprächs mit Europaabgeordnetem Christian Doleschal, Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht, Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß und dem Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit in Weiden Thomas Würdinger, ist die Idee eines Gesamtkonzepts zur beruflichen Bildung, insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung.

„Digitalisierung und Künstliche Intelligenz trifft alle Branchen, aber in unterschiedlichem Ausmaß. Viele der Firmen haben den Wandel schon gut gemeistert. Einige brauchen aber sicher noch Unterstützung", betonte Doleschal. Die Abgeordneten würden weiter dafür kämpfen, bei den Regionalförderungen nicht "hinten runterzufallen". "Die Lage unserer Region, direkt an der Grenze birgt viele Chancen, aber gerade bei den Grenzschließungen zu Beginn der Pandemie haben wir gesehen, dass es unsere Unternehmen auch an die Belastungsgrenze gebracht hat“, so Doleschal weiter. Europaabgeordneter Christian Doleschal sieht gerade auch das Konstrukt der „Europäischen Verbünde für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ) als eine Möglichkeit, einen grenzübergreifenden Arbeitsmarkt und digitale Infrastruktur zu schaffen sowie niederschwellige Förderungen für kleine und mittlere Unternehmen zu generieren.

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß sieht die Nordoberpfalz, gerade wegen des Branchenmix, auch als mögliche Modellregion für berufliche Bildung: „Notwendig ist ein maßgeschneidertes Gesamtkonzept, das die Region auf die Effekte der Digitalisierung, aber auch des demographischen Wandels auf die Arbeitswelt vorbereitet.“ Vorstellbar wäre demnach eine Exzellenzregion für berufliche Bildung zu schaffen, in die alle Akteure eingebunden werden.

Bundestagsabgeordneter Rupprecht fordert in diesem Zusammenhang grundsätzlich eine neue Kultur der Weiterbildung, in der lebenslanges Lernen für möglichst alle Bevölkerungsgruppen selbstverständlich und als Chance begriffen wird: "Wir müssen die Menschen durch gute Weiterbildung befähigen, ihre eigenen Kompetenzen auf hohem Niveau erhalten und entfalten zu können."

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