„Wir wollen eine neue Politik in Weiden.“ Benjamin Zeitler, der frischgebackene Oberbürgermeisterkandidat der CSU, entpuppte sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Frauenversteher. Bei der „After Work Party“ der Frauen-Union am Donnerstagabend im „Hotel Zur Heimat“ machte er deutlich, dass er für ein modernes Frauenbild stehe. „Das ist mir persönlich ganz wichtig.“
„Modern bedeutet für mich, dass die Frau machen kann, was sie will und dass der Staat und die Kommunen dafür die Rahmenbedingungen schaffen müssen.“ Er wolle das Thema nicht auf Dinge, wie Familie und Soziales beschränken. Genauso wie er Männern unterstelle, dass sie gute Sozialpolitik machten, glaube er auch an die Fähigkeit der Frau in wirtschaftlichen Fragen. „Eine Unterscheidung macht hier überhaupt keinen Sinn. Auch die Reduzierung nicht.“
„So sehe ich das in der Wirtschaft, so sehe ich das in der Politik, so sehe ich das in der Partei.“ Auf den Bezirksverband habe sich die Quote erfrischend ausgewirkt. Auch wenn er persönlich kein Quoten-Fan sei. „Viele Frauen glauben an sich und wollen es alleine schaffen.“ Quote brauche es nur, weil die Gesellschaft noch nicht so weit sei.
Früher sei der Bezirk eine reine Männerdomäne gewesen. „Heute sitzen hier viele junge, erfahrene Damen. Das macht das Gremium bunter und die Meinungen vielfältiger und die Ergebnisse dadurch besser.“ In der CSU müssten sich konservative und moderne Modelle gleichermaßen wiederfinden dürfen. Runter gebrochen auf die Kommunalwahl betonte Zeitler die Wichtigkeit von Sozial-, Familien- und Frauenthemen.
„Wir brauchen jede Frau und jeden Mann und wollen mit dem Schwung, den wir gerade aufgenommen haben, gemeinsam durchstarten und Gas geben bis zum 15. März nächsten Jahres.“ Die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union, Barbara Lanzinger, will am kommenden Freitag bei der Delegiertenversammlung ihr Amt niederlegen. Sie gab sich als Verfechterin der Frauenrechte. „Ohne uns geht nichts in diesem Staat.“
Auch die Kirche sei in Bewegung. Sie appellierte an die Anwesenden, am kommenden Freitag für den Beitritt der Frauen-Union in das Aktionsbündnis "Maria 2.0" einzutreten, das sich dafür einsetze, katholische Frauen in Priesterämter zu bekommen. Ferner forderte die ehemalige Bundestagsabgeordnete die Abschaffung der ihrer Meinung nach frauenfeindlichen Steuerklasse fünf. „Wenn wir eine starke CSU haben wollen, müssen wir Frauen mit einbinden und zwar nach dem Reißverschlussverfahren.“ Denn: „Wir wollen eine Mitmachpartei sein.“ Kreisvorsitzende Sabine Zenger erklärte, dass der Kreisverband stückchenweises das ganz Jahr über sein 45-jähriges Jubiläum feiere.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.