11.05.2021 - 10:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ortsbäuerinnen werben für Ehrenamt in landwirtschaftlichen Organisationen

Die Weidener Geschäftsstelle des BBV. Hier und in Tirschenreuth ist Geschäftsführer Ulrich Härtl abwechselnd tätig.
von Autor hczProfil

Um trotz Corona mit den Ortsbäuerinnen in Kontakt zu bleiben, veranstalteten Kreisbäuerin Josefine Kick, ihre Stellvertreterinnen Petra Schäffler und Gabi Birkner sowie Ulrich Härtl, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands Neustadt/WN, ein Online-Treffen. Über 50 Teilnehmerinnen aus den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt/WN waren dabei.

Härtl, seit 1992 in Tirschenreuth als Geschäftsführer des BBV tätig, ist seit April 2020 auch für den Landkreis Neustadt/WN und die Geschäftsstelle in Weiden tätig. Der 58- Jährige hatte wegen der Pandemie bisher wenig persönlichen Kontakt zu den Mitgliedern und stellte sich deshalb vor. Seit sich Hans Winter in den Ruhestand verabschiedet hat, betreue er abwechselnd die Geschäftsstellen in Weiden und Tirschenreuth. Derzeit würden ihn besonders die Themen Flächenverbrauch durch Bau- und Gewerbegebiete, Stromtrassen und Anderes, Bauvorhaben wie Mobilfunk und Stromtrassen sowie menschliche Probleme in den Bauernfamilien beschäftigen.

Zweite Stellvertretende Kreisbäuerin Gabi Birkner warb für ehrenamtliche Mitarbeit in den landwirtschaftlichen Organisationen. Die Landwirtschaft befinde sich in einem großen Wandel. Endlich würden die Menschen die Natur in ihrer Wichtigkeit wahrnehmen. Dieses neue, durch Corona ausgelöste Bewusstsein müsse durch Aufklärung in den Schulen und Veranstaltungen vertieft werden. Durch viele Ernährungsfachfrauen, Erlebnisbäuerinnen und Öffentlichkeitsarbeit werde bereits ein großer – aber noch auszubauender – Beitrag geleistet. Birkner kündigte die Kreiswahl im Frühjahr 2022 an, die auf Bezirks- und Landesebene weiter gehe. Vorher fänden schon von Oktober bis Dezember Verbandswahlen auf Ortsebene statt. Sie hoffe auf ehrenamtliches Interesse und Mitarbeit im Vorstand.

Kreisbäuerin Josefine Kick bezeichnete das Ehrenamt als „unbezahlbare wichtige Arbeit“. Um Kraft zu schöpfen, sei auch der Glaube zu stärken. Dazu hatte sie Pfarrer Holger Kruschina geladen. Der als „singender Priester“ bekannte Geistliche aus Brand wirkt nun in Roding. Er war von 2002 bis 2011 Landvolkpfarrer und erinnerte sich gerne an den Landfrauentag in der Weidener Max-Reger-Halle. Kruschina plädierte dafür, nach der Pandemie nicht unbedingt die „Schlagzahl von früher“ wieder herzustellen. Vielleicht habe es, wie Geschäftsführer Härtl schon gesagt hatte, zu viele Veranstaltungen im Ehrenamt gegeben. Es gelte, die eigenen Kraftquellen zu entdecken. Eine davon sei, anderen zu helfen.

Abschließend teilte Stellvertretende Kreisbäuerin Petra Schäffler mit, dass heuer das Projekt „Landfrauen machen Schule“ und auch der „Tag des offenen Hofes“ nur im Internet veranstaltet werden.

Ulrich Härtl ist seit einem Jahr nicht nur für den BBV- Kreisverband Tirschenreuth, sondern auch für Neustadt/WN und die Geschäftsstelle in Weiden zuständig.

 

 

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