(sbü) "Osteoporose ist eine in Deutschland sehr stiefmütterlich behandelte Erkrankung", sagt der Orthopäde Johannes Weiß. Um die Bevölkerung aufzuklären und Vorbeugungsmaßnahmen vorzustellen laden das Orthopädie-Neurologie-Zentrum (ONZ) zusammen mit "Vitalis" zu einem Informationsabend am Montag, 11. Juni, um 18 Uhr, ins Ärztehaus in der Vohenstraußer Straße 17 ein. Gezeigt wird, wie Osteoporose entsteht und wie mit Knochendichtemessungen der Fortschritt der Krankheit diagnostiziert werden kann. Referenten sind neben Weiß auch der Orthopäde und Osteologe Dr. Eugen Bratzel sowie der Sportwissenschaftler Gerd Gregor.
70 Prozent der von dieser Krankheit Betroffenen seien nicht ausreichend untersucht. Nur ein Fünftel der Erkrankten bekämen eine adäquate Therapie. Es drohten Knochenbrüche, die vor allem im Alter meistens weitreichende Konsequenzen haben.
"Osteoporotische Knochenbrüche kommen häufiger vor als Herzinfarkt, Schlaganfälle und Brustkrebs zusammen", warnt der Mediziner. Weiß rechnet auch vor, dass das Risiko, einmal im Leben einen osteoporotischen Bruch zu erleiden, bei Frauen 46,4, bei Männern 22,4 Prozent beträgt.
Weiden in der Oberpfalz
05.06.2018 - 17:10 Uhr
Osteoporose wird unterschätzt
von Siegfried Bühner
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