Dieser Beitrag ist Teil einer Serie von Artikeln im Jubiläumsjahr von Oberpfalz-Medien. Viele davon sind in einer Beilage unserer Tageszeitungen am 30. Mai 2026 erschienen.
Als vor 31 Jahren der Doppelstandort der Fachhochschule (heute Ostbayerische Technische Hochschule OTH) in Amberg und Weiden eingeweiht wurde, strahlten die Verantwortlichen um die Wette, allen voran der damalige Kultusminister Hans Zehetmair. Im "Neuen Tag" vom 7. Oktober 1995 wurde die FH in Weiden als "die Krönung der Stadtentwicklung" bezeichnet. Das "Weidener Modell" sei eine "solidarische Meisterleistung". Stadt und ein privater Bauherr (das Unternehmerpaar Christine und Hans Dobler aus Nabburg) waren in finanzielle Vorleistung gegangen und realisierten die Hochschulbaumaßnahme in Rekordzeit.
Im April 1994 verabschiedete der Bayerische Landtag das Gesetz zur Errichtung neuer Fachhochschulen. 40 Standorte bewarben sich damals. Schon im Mai 1994 fand die Gründung der Doppel-FH statt. Offizielle Eröffnung war ein Jahr später am 5. Oktober 1995 in Amberg mit den Studiengängen Elektrotechnik und am 6. Oktober in Weiden mit Betriebswirtschaft. Während Weiden einen Neubau erhielt, wurde in Amberg die Kaiser-Wilhelm-Kaserne zu einem Campus umgebaut. 2018 wurde hier das letzte sanierte Gebäude eingeweiht.
Vor drei Jahrzehnten für rund 500 Studenten geplant, nahm die Zahl der Bewerbungen – auch aus dem Ausland – rasant zu. Aktuell studieren am Doppelstandort insgesamt 4635 junge Frauen und Männer. Allein in Weiden gab es im März 2026 über 700 Neueinschreibungen. Besonders beliebt sind internationale Studiengänge. Neu ist in diesem Jahr in Weiden der Bachelorstudiengang Angewandte Wirtschaftsinformatik. In Amberg kam der Masterstudiengang Motorsport Engineering hinzu.
„Wer Bildung und Technologie sät, wird Zukunft ernten“, war der 2022 verstorbene Gründungspräsident Professor August Behr vom Zweck der praxisorientierten Hochschule für die Oberpfalz überzeugt. "Ohne sie hätte die Region definitiv schlechtere Karten, wenn es darum geht, überregionale Fachkräfte anzuziehen – und zu halten", sagte Behr. Was wäre also gewesen, hätten sich Amberg und Weiden nicht für einen Hochschul-Doppelstandort beworben? Dann hätte es in der Oberpfalz – nach Regensburg – keinen zweiten Fachhochschulstandort gegeben.














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