Seit fast fünf Jahren gibt es das Verbundprojekt "TRIO – Transfer und Innovation Ostbayern", an dem sechs ostbayerische Hochschulen und Universitäten teilnehmen. Ein Ziel ist es, die Region durch noch mehr Kooperation zwischen den Hochschulen und den Unternehmen innovativer zu machen. Schwerpunkt der OTH Amberg-Weiden ist das "machbar"-Innovationslabor, das Firmen und zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Entwicklung von Innovationen unterstützt. Es ist am Weidener Technologie Campus (WTC) stationiert, in den zwei Jahren der Coronapandemie sind viele virtuelle Formate hinzugekommen. Nun ist es um ein mobiles Labor erweitert worden, informierte Marina Dötterl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Hochschulverbund TRIO, bei der Eröffnung und Inbetriebnahme des Containers am Montag mit vielen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft.
In dem mobilen "machbar"-Innovationslabor sollen unter anderem Seminare, Workshops, Ausstellung oder Vorträge stattfinden, erklärte Dötterl. Der speziell ausgestattete Container erlaube eine "möglichst flexible Gestaltung des Raums". Damit wollen die Verantwortlichen das Thema Innovation "unters Volk bringen". Das Angebot richte sich an Unternehmen, Vereine und Verbände, Gemeinden, Kindergärten, Schulen, staatliche, kirchliche und private Bildungsträger, Gründer und Gebietskörperschaften. Zunächst solle der Container bei den TRIO-Mitgliedern OTH Amberg-Weiden, OTH Regensburg, TH Deggendorf, Hochschule Landshut und Universität Passau zum Einsatz kommen. Auch die Universität Regensburg nimmt an dem Projekt teil. Danach könne das mobile Labor "quasi überall hingestellt werden", sagte Dötterl.
"Raum für Ideen"
OTH-Präsident Professor Clemens Bulitta sprach von den Hochschulen als "Innovationsmotor, die Dinge vorantreiben in Ostbayern". Mit dem mobilen "machbar"-Labor könnten die Themen Innovation und Transfer in einer "Hochschul übergreifende Kooperation" und im "Dialog mit Bevölkerung und Wirtschaft" nach außen gebracht werden. Der Container biete "Raum für Ideen und Inspiration", um "Zukunft machbar werden zu lassen". Dabei böte sich die Chance, sie zu gestalten und lebenswert zu machen. Dies seien "weltpolitisch und umweltpolitisch wichtige Aufträge", betonte Bulitta.
"Innovation to go"
"Wir leben in einer Zeit, die stark von Innovationen geprägt ist", sagte TRIO-Projektleiterin Professorin Stefanie Steinhauser von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit. Das Innovationslabor sei daher auch dafür da, in "interdisziplinärer Zusammenarbeit alte Denkmuster aufzubrechen". Innovationen beträfen viele Aspekte und Bereiche des Lebens: kulturelle, gesellschaftliche, politische, soziale, technologische und wirtschaftliche. Mit dem mobilen Labor stelle die OTH dafür quasi als "Innovation to go" eine Plattform zur Verfügung. "Es gibt kein vergleichbares Labor in ganz Deutschland, das in einem Container gebaut worden ist."
Die Verantwortlichen wollen "Innovationen in die Gesellschaft bringen" sowie von der Idee bis zur Umsetzung eines Projekts oder Produkts und sogar bis hin zur Unternehmensgründung begleitend und beratend tätig sein. "Unabhängig vom Standort und den zur Verfügung stehenden Ressourcen ist es das Bestreben des mobilen Labors, jedem Zugang zu Methoden und Werkzeugen für alle Phasen des Innovationsprozesses zu ermöglichen. Die Philosophie und der Methodenkoffer des physischen Labors werden also mobil und kommen zu den Nutzern." Bei Führungen im fast 14 Meter langen, über 2,50 breiten und 2,90 Meter hohen Container erhielten die Ehrengäste im Anschluss Einblicke in das mobile Labor.
Das mobile Innovationslabor im Container
- Länge: 13,72 Meter
- Breite: 2,55 Meter
- Höhe: 2,90 Meter
- Bauzeit: Container fünf Monate, Stützen acht Monate
- Ausstattung: spezielle Akustikdecke, einzigartiges Kubus-Möbelkonzept, beschreibbare Wände, IT-Technologie, Klima- und Heizanlage, Lichtkonzept















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